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Mehr als 250.000 Menschen feiern friedlich in Berlin den CSD

Ein voller Erfolg war der 46. Christopher Street Day (CSD) in Berlin: Rund eine viertel Million Menschen feierten weitgehend friedlich. Ärger mit der Polizei gab es hingegen bei einer kleineren Demo queerer Menschen für Palästina.

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Unter dem Motto „Nur gemeinsam stark – für Demokratie und Vielfalt“ sind in Berlin am Wochenende mindestens 250.000 Menschen für die Rechte queerer Menschen auf die Straße gegangen und haben gefeiert.

Forderung: Schutz queerer Menschen ins deutsche Grundgesetz

Hauptforderung der Veranstalter:innen war der Schutz sexueller Minderheiten durch Artikel 3 des deutschen Grundgesetzes. Das müsse noch in dieser Legislaturperiode geschehen, forderte Sophie Koch von der Landesarbeitsgemeinschaft Queeres Netzwerk Sachsen in der Eröffnungsrede.

„Die Abschlusskundgebung war eine friedliche große Party“, so die Veranstalter:innen. Höhepunkt war der Auftritt von Pop-Ikone Herbert Grönemeyer am Samstag. Viele harrten aus, um den Sänger trotz starken Regens zu sehen.

Als Höhepunkt sang Herbert Grönemeyer im strömenden Regen

Auf der Bühne wurde Grönemeyer auch politisch. „Zurzeit werden Demokratien weltweit auf perfide Art und Weise durch fundamentalistische, faschistische Kräfte attackiert“, sagte er. Rechte Kräfte würden gegen andere Lebensmodelle arbeiten: „Lassen wir das nicht zu.“

Die Hauptveranstaltung des CSD Berlin verlief nach Angaben der Polizei größtenteils friedlich. Zu Beginn der Veranstaltung hat die Berliner Polizei in der Nähe des Potsdamer Platzes eine Gruppe Rechter ausgebremst. Die rund 30 Menschen hatten versucht, zur Parade durchzudringen.

Etwa 30 Rechte wurden in Polizeigewahrsam genommen

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Gruppe queerfeindliche Aktionen plane, wurden sie einem Bereitschaftsrichter vorgeführt und in Polizeigewahrsam genommen. Damit waren sie nicht alleine: Insgesamt wurden 58 Menschen vorübergehend festgenommen.

Um Mitternacht wurde die Demonstration offiziell beendet. Der CSD in Berlin gilt als eine der größten Veranstaltungen der LGBTI-Community in Europa.

Nach dem CSD gab es einen queerfeindlichen Angriff in der U-Bahn

Im Anschluss an den CSD meldete die Berliner Polizei einen offenbar queerfeindlichen Angriff. Gegen halb eins wurden demnach zwei 24-Jährige auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Station Brandenburger Tor von zwei Unbekannten schwulenfeindlich beleidigt. Dann hätten beide auf die 24-Jährigen eingeschlagen.

Eines der Opfer sei zu Boden gegangen und habe Schmerzen im Gesicht erlitten, berichtet die Polizei. Die mutmaßlichen Täter flüchteten.

Auseinandersetzungen bei linker Queer-Demo in Neukölln

Gröbere Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und Einsatzkräften gab es hingegen beim deutlich kleineren „Internationalist Queer Pride“ im Berliner Stadtteil Neukölln, der nicht von den CSD-Veranstalter:innen organisiert wird. Bei der Demonsdtration wurde unter anderem Solidarität mit Palästinä gefordert.

Einige der etwa 5.000 Teilnehmer:innen hätten Glasflaschen und Farbbeutel gegen Vertreter:innen von Polizei und Presse geworfen. Außerdem seien strafbare antisemitische Sprechchöre skandiert und verfassungswidriger Symbole der Hamas und ihrer Organisationen gezeigt worden, so die Polizei.

Insgesamt wurden bei dem Marsch in Neukölln 31 Personen vorübergehend festgenommen, darüber hinaus seien 37 Strafermittlungsverfahren eingeleitet worden.

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