HomeNewsKinderpornografie-Verdacht gegen Austin Wolf: Anwalt weist alle Vorwürfe zurück

Kinderpornografie-Verdacht gegen Austin Wolf: Anwalt weist alle Vorwürfe zurück

Der wegen sexueller Missbrauchsdarstellungen von Kindern angeklagte Gay-Pornostar Austin Wolf bleibt in Haft. Das hat nun ein Gericht entschieden. Und es wurden neue Details aus dem Fall bekannt.

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Anfang Juli waren die Anschuldigungen gegen den Pornodarsteller Austin Wolf bekannt geworden. Nun hat der zuständige Richter in New York beschlossen, dass der 42-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Justin Heath Smith heißt, weiter in Untersuchungshaft bleiben muss: Er sei eine Gefahr für die Öffentlichkeit, außerdem bestehe Fluchtgefahr.

Das FBI soll bei einer Hausdurchsuchung Hunderte belastende Bilder gefunden haben

Wolf wird beschuldigt, über die Chat-Plattform Telegram Hunderte Aufnahmen erhalten und verbreitet haben, bei dem der Missbrauch von Minderjährigen zu sehen ist. Darunter „auch ein grauenhaftes Video, das ein gefesseltes, geschlagenes und vergewaltigtes Kleinkind zeigt“, so Damien Smith, Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York.

Die Ermittlungen des FBI begannen bereits im April, nachdem ein anderer Nutzer der Missbrauchsfeststellungen Wolf belastet hatte. Ende Juni wurde Wolf dann schließlich festgenommen. Bei einer Hausdurchsuchung fand das FBI auf einer SD-Karte offenbar illegale Videos von hunderten Minderjährigen, darunter auch vorpubertäre Kinder und Säuglinge, die anscheinend in sexuell eindeutigen Situationen gezeigt werden.

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Kommt es zu einer außergerichtlichen Einigung?

Nun wurde die ursprünglich für Ende Juli angesetzte Anhörung des Pornostars kurzfristig verschoben. Sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft stimmten dem entsprechenden Antrag zu. Das könnte auf eine außergerichtliche Einigung hindeuten – auch, wenn völlig unklar ist, wie diese aussehen könnte. Bei einer Verurteilung drohen Austin Wolf mindestens fünf Jahre Haft, die Höchststrafe beträgt bis zu 30 Jahre.

Thomas H. Andrykovitz, der Anwalt des Pornostars, bestreitet gegenüber US-Medien die Schuld seines Mandanten. Es würde sich um „unbewiesene und ungeprüfte Anschuldigungen“ gegen einen Mann handeln, „für den die Unschuldsvermutung“ gelte. Wolf sei dankbar für die „unglaubliche Unterstützung“, die er von Freunden und Unterstützern erhalte.

Wolfs Anwalt erhebt schwere Vorwürfe gegen die Gefängnisverwaltung

Er sagte weiters, dass sein Mandant unter „schrecklichen Bedingungen“ im Metropolitan Detention Center (MDC) festgehalten würde. „Ein Gerichtsurteil nach dem anderen belegt, dass die Haftbedingungen im MDC unmenschlich sind“, so der Anwalt. Das Personal im MDC habe es „bereits verabsäumt, ihn mit seinen grundlegenden Medikamenten zu versorgen“.

Dem widerspricht allerdings Benjamin O’Cone, Sprecher des zuständigen Federal Bureau of Prisons (FBOP). Er betonte, in allen Bundesgefängnissen würden allen Insassen grundlegende medizinische, zahnärztliche und psychische Gesundheitsdienste zur Verfügung gestellt.

Die nächsten Wochen dürften für den Fall Austin Wolf entscheidend sein. Dann geht es darum, ob Details der Ermittlungen bei einem Prozess öffentlich erläutert werden – oder es zu einer außergerichtlichen Einigung kommt. Doch auch dann dürfte der 42-Jährige lange Zeit in einem US-Bundesgefängnis verbringen.

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