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Schwulenfeindliche Messerattacke in Oslo: Vier Jugendliche greifen zwei Männer an

In der norwegischen Hauptstadt Oslo sind in der Nacht auf Sonntag bei einer mutmaßlich schwulenfeindlichen Messerattacke zwei Männer verletzt worden. Vier amtsbekannte Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren sind dringend tatverdächtig, einige von ihnen befinden sich in Untersuchungshaft.

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Eine Messerattacke auf zwei schwule Männer in ihren Zwanzigern hat sich am Sonntag gegen 1.00 Uhr früh auf dem Tjuvholmen, einer Halbinsel im Hafen der norwegischen Hauptstadt Oslo, ereignet. Vier Burschen griffen die Männer im Außenbereich des vollbesetzten Restaurants „Bølgen & Moi“ an. Den bisherigen Ermittlungen zufolge kannten sich die Jugendlichen und die Opfer nicht.

Die beiden Opfer wurden nicht lebensgefährlich verletzt

Die Verletzungen der beiden Männer „würden auf Stichwunden hindeuten“, erklärte die Polizei dem Norwegischen Rundfunk NRK . Die Verletzungen seien schwerwiegend, aber nicht lebensgefährlich. Die Männer befinden sich aber nach Informationen der Staatsanwaltschaft noch im Krankenhaus.

Etwa eine halbe Stunde nach der Tat konnten vier Verdächtige festgenommen werden. Gegen sie wird wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Zwei von ihnen sind 17 Jahre alt, die beiden anderen 14 und 15 Jahre. Der 14-Jährige, der noch nicht strafmündig ist, wurde vom Jugendamt übernommen. Über die beiden 17-Jährigen wurde eine einwöchige Untersuchungshaft verhängt.

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Die Tatverdächtigen sind bereits amtsbekannt

Wie NRK weiters berichtet, sollen die Tatverdächtigen bereits amtsbekannt sein: Die beiden 17-Jährigen sollen in der Vorwoche auch einen Raubüberfall begangen haben, gegen sie soll wegen einer Reihe von Gewalttaten ermittelt werden. Dem Fernsehsender TV2 zufolge wurde gegen beide auch ein Aufenthaltsverbot für das Osloer Stadtzentrum verhängt – gegen das sie verstoßen haben.

Nach Informationen von NRK könnte die sexuelle Orientierung der Opfer das Motiv für diese Tat sein. Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass sich die Burschen die beiden Männer wohl wegen ihrer sexuellen Orientierung ausgesucht hätten, sagte die zuständige Staatsanwältin Nina Henrichson Kresse am Sonntag dem Sender. 

Die Staatsanwaltschaft geht von Schwulenhass aus

Es sei allerdings noch zu früh, endgültige Schlüsse zu ziehen. Die Ermittlungen würden sich erst am Beginn befinden: „Diejenigen, die gestern in Untersuchungshaft genommen wurden, sind befragt worden oder haben die Möglichkeit, sich zu erklären. Es wurde versucht, sie zu befragen“, so die Staatsanwältin am Sonntag.

Vor rund zwei Jahren wurde Oslo von einem islamistischen Angriff am Abend vor der Pride erschüttert: Ein Mann schoss im Juni 2022 unter anderem vor einer beliebten Schwulenbar um sich. Dabei starben zwei Menschen, 21 weitere wurden verletzt. 

Der Attentäter wurde erst vor einem Monat zu 30 Jahren Haft verurteilt – der höchsten Strafe, die in Norwegen je wegen Terrorismus ausgesprochen wurde. Ein mutmaßlicher Drahtzieher wartet noch auf seinen Prozess.

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