Wie die Berliner Polizei berichtet, ereignete sich der Vorfall am Sonntag gegen 2 Uhr früh auf der Skalitzer Straße im Stadtteil Kreuzberg.
Drei Männer auf E-Scootern beleidigten die Gruppe und griffen sie an
Drei Männer auf E-Scootern seien demnach an einer Gruppe, die auf der Straße entlangging, vorbeigefahren und hätten sie schwulenfeindlich beleidigt. Dann wendeten sie und fuhren zu der Gruppe zurück.
Dabei soll einer der Angreifer, der bis jetzt unbekannt ist, einem 26 Jahre alten Mann aus der Gruppe auf den Hinterkopf geschlagen haben.
Zu dritt sollen sie auf einen 25-Jährigen eingeschlagen haben
Als ein 25-Jähriger, ebenfalls aus der Gruppe, dazwischen ging, sollen alle drei E-Scooter-Fahrer auf ihn eingeschlagen und eingetreten haben. Außerdem sollen sie den jungen Mann schwulenfeindlich beleidigt haben.
Der 26-Jährige klagte der Polizei zufolge nach dem Angriff über Kopfschmerzen, der 25 Jahre alte Mann erlitt Hautabschürfungen an der Schulter. Eine ärztliche Versorgung sei bei beiden nicht nötig gewesen.
Die Polizei konnte schnell zwei Tatverdächtige festnehmen
Zunächst konnten die drei Angreifer auf ihren E-Scootern zunächst unerkannt flüchten. Allerdings konnten zwischenzeitlich alarmierte Polizeikräfte zügig zwei Tatverdächtige festnehmen.
In der Zeughofstraße nahmen die Beamt:innen einen 19-Jährigen fest, in der Görlitzer Straße einen 20 Jahre alten Tatverdächtigen. Der Jüngere habe bei seiner Festnahme Widerstand geleistet und verletzte dadurch eine Einsatzkraft.
Nun ermittelt der Staatsschutz
Diese konnte ihren Dienst allerdings danach fortsetzen.Der dritte Tatverdächtige ist nach wie vor flüchtig. Die beiden Festgenommenen, zu denen es keine weiteren Angaben gibt, wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen. Das ist bei mußmaßlichen Hassverbrechen üblich.
Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen
Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben.
Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

