HomePolitikEuropaStéphane Séjourné: Die EU bekommt einen offen schwulen Kommissar

Stéphane Séjourné: Die EU bekommt einen offen schwulen Kommissar

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat am Montag den Rücktritt des französischen EU-Kommisars Thierry Breton angenommen. Grund dafür sind Spannungen zwischen den beiden. In einem Brief, den er auf der Onlineplattform X veröffentlicht hat, kritisiert Breton die Kommissionspräsidentin deutlich. 

Persönliche Differenzen zwischen von der Leyen und Breton

Diese habe vor einigen Tagen Frankreich gebeten, eine:n neue:n Kommissar:in zu nominieren und dem Land im Gegenzug ein mächtigeres Portfolio versprochen. Breton wirft von der Leyen vor, das aus „persönlichen Gründen“ gemacht zu haben und sah darin einen „Beweis von fragwürdiger Führung“.

Nachfolger von Breton wird der derzeitige Außenminister Stéphane Séjourné. Der offen schwule Politiker gilt als einer der engsten Vertrauten von Präsident Emmanuel Macron – und war in einer Eingetragenen Partnerschaft mit dem ehemaligen Premierminister Gabriel Attal. Er hat ihn auch – nach dem Ende ihrer Beziehung – ins Kabinett geholt.

Stéphane Séjourné: Ein Karrierepolitiker und harter Arbeiter

Séjourné, der als reserviert und wenig charismatisch gilt, kehrt damit nach Brüssel zurück: Bevor er im Jänner Außenminister wurde, war er seit 2019 Abgeordneter im Europäischen Parlament. Dort war er unter anderem im Rechtsausschuss und für die Beziehungen zu Lateinamerika engagiert.

Seit 2021 war er Vorsitzender der liberalen Renew-Fraktion im Europaparlament. Außerdem war er Generalsekretär der von Präsident Macron gegründeten Partei Renaissance.

Aus dem französischen Präsidentenpalast heißt es, Séjourné werde sich in Brüssel für „die Souveränität der Branche und für die europäische Wettbewerbsfähigkeit“ einsetzen. Er wäre aufgrund seines europäischen Engagements für den Posten bestens qualifiziert.

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