Der Film „Te estoy amando locamente“ des spanischen Regisseurs Alejandro Marín, im Deutschen etwas unglücklich als „Love & Revolution“ übersetzt, ist eine spätsommerliche Komödie, die in ihrem Ursprungsland zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres gehörte.
In bunten Farben erzählt der Film die Geschichte einer Mutter mit einem schwulen Sohn
Der Film spielt im Andalusien der 1970er Jahre und erzählt in bunten Farben die Geschichte von Reme, einer traditionellen Mutter (stark gespielt von Ana Wagener), die langsam lernt, ihren schwulen Sohn Miguel (Omar Banana) zu akzeptieren und sich schließlich sogar im Kampf für die Rechte sexueller Minderheiten engagiert.
Marín gelingt es, ernste historische Themen mit humorvollen und emotionalen Momenten zu verbinden. So thematisiert der Film auch die Entstehung des Movimiento Homosexual de Acción Revolucionaria (MHAR) in Andalusien.
Eine mitreißende Mischung aus Drama und Sommerkomödie
Vor allem die Chemie zwischen den Charakteren sticht hervor und macht den Film bewegend und unterhaltsam zugleich. Das Ergebnis ist eine mitreißende Mischung aus Wohlfühl-Drama, Musik und federleichter Sommerkomödie.
Die Geschichte von Reme und ihrem Sohn zeigt nicht nur die familiäre, sondern auch die gesellschaftliche Emanzipation der LGBTI-Bewegung in Spanien. Die Dialoge und Szenen sind durchweg mitreißend, auch wenn der Film stellenweise naiv wirkt und einige Aspekte der Geschichte vereinfacht darstellt.
Insgesamt ist „Love & Revolution“ jedoch ein Film, der wichtige historische Ereignisse aufgreift und mit Humor und Herz die Kämpfe der queeren Bewegung in ihren Anfängen beleuchtet. Er vermittelt auf eindrucksvolle und dennoch leichte Weise, was es bedeutet, für seine Rechte zu kämpfen und bleibt dabei sowohl emotional als auch politisch relevant.


