Heinz-Jürgen Nutz beleuchtet in “Rudolf de Crignis: Eine Spurensuche: 1948-1986” nicht nur die künstlerische Entwicklung des Schweizer Künstlers Rudolf de Crignis, sondern auch die persönliche Beziehung der beiden: 1969 lernten sich Nutz und de Crignis als junge Schaufensterdekorateure in Zürich kennen – ein Beruf, der damals als kreatives Sprungbrett galt.
Aus der beruflichen Zusammenarbeit wurde bald eine Beziehung
Aus der beruflichen Zusammenarbeit entwickelte sich bald eine Beziehung, die für beide zur Basis ihrer künstlerischen Emanzipation und ihres privaten Coming Outs wurde.
So entstand eine faszinierende Mischung aus Biografie und Kunstgeschichte, die de Crignis’ Entwicklung von den frühen künstlerischen Experimenten in der Schweiz bis zu seinem monochromen Spätwerk in New York dokumentiert. In der Stadt an der Ostküste fand de Crignis endgültig zu seinem künstlerischen Stil, in dem er sich intensiv mit Licht, Farbe und Raum auseinandersetzte.
Die Biografie zeichnet de Crignis‘ Werdegang beeindruckend nach
Die Biografie zeichnet de Crignis’ Werdegang von den experimentellen Anfängen in der Schweiz bis zum endgültigen Durchbruch in der New Yorker Kunstszene nach. Besonders beeindruckend ist, wie er die verschiedenen Lebensphasen des Künstlers bis zu seinem Umzug nach New York miteinander verbindet.
Das Buch beleuchtet nicht nur die Karriere des Künstlers, sondern auch die persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen, denen er sich stellen musste. Es zeigt eindrucksvoll, wie die Liebe und die künstlerische Zusammenarbeit der beiden Männer ihre kreative Entwicklung prägten.
Nutz gelingt es, Leben und Werk von de Crignis durch persönliche Einblicke und wissenschaftliche Genauigkeit umfassend darzustellen. Auf eindrucksvolle Weise verbindet er Biografie, Kunstgeschichte und persönliche Erzählung. Eine gelungene Hommage an einen bedeutenden Künstler und ein bewegendes Zeugnis einer lebenslangen Partnerschaft.


