HomeSportFußball"Schwule Scheisse": Kevin Behrens wollte Regenbogen-Trikot nicht unterschreiben

„Schwule Scheisse“: Kevin Behrens wollte Regenbogen-Trikot nicht unterschreiben

Das Verhalten eines Fußballprofis sorgt in Deutschland für Verwunderung: So soll sich Kevin Behrens vom VfB Wolfsburg bei einem internen Termin geweigert haben, ein Regenbogentrikot zu unterschreiben - und das mit einem homophoben Spruch begründet haben.

Hinweis
Dieser Beitrag ist älter als 1 Jahr.

Wenn es um das Thema Vielfalt geht, ist der VfB Wolfsburg innerhalb der Deutschen Bundesliga eigentlich ein Vorreiter: So war der Verein auf Initiative der damaligen Abwehrspielerin Nilla Fischer der erste, bei dem die Kapitän:innen aller Teams mit Regenbogen-Binden aufliefen.

Eigentlich ist der VfB Wolfsburg ein sicherer Verbündeter der Community

Auch im Fanshop gibt es Schals, Tassen oder Pins mit Regenbogen-Logo. Mindestens einmal im Jahr werden alle Mitarbeitenden – und auch die Spieler – in einer Vielfalts-Schulung für das Thema sensibilisiert. Weiters gibt es regelmäßig Spieltage, an denen die Teams mit Sondertrikots auflaufen. Auf diesen sind Logos und Rückennummern in Regenbogenfarben gestaltet.

Und genau um eines dieser Trikots dreht sich der aktuelle Vorfall: Wolfsburg-Stürmer Kevin Behrens soll sich mehrmals geweigert haben, bei einer internen Signierstunde der Marketing-Abteilung eines dieser Trikots zu unterschreiben. „So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht“, zitiert ihn die Bild-Zeitung .

- Werbung -

„So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht“

Bei den Mitarbeitenden des Vereins sollen die Weigerung und der Satz für Entsetzen gesorgt haben, die sportliche Leitung soll über den Vorfall informiert worden sein. Behrens musste bei Sportdirektor Sebastian Schindzielorz antanzen. Dabei soll er glaubhaft gemacht haben, dass er keine Abneigung gegen Lesben und Schwule habe.

Gegenüber Bild erklärt Behrens: „Meine spontanen Äußerungen waren absolut nicht in Ordnung“ Dafür möchte er sich entschuldigen. „Das Thema wurde intern klar besprochen und ich bitte um Verständnis, dass ich mich dazu nicht weiter äußern möchte“, fügt er hinzu. Eine interne Strafe soll es für den Stürmer nicht gegeben haben.

Nicht der erste queerfeindliche Vorfall in Wolfsburg

Es ist nicht der erste queerfeindliche Vorfall von Wolfsburg Spielern: Im Jahr 2018 hat sich Mittelfeldspieler Josip Brekalo geweigert, die Regenbogen-Kapitänsbinde zu tragen. Er hat das mit seiner religiösen Überzeugung begründet. Und im letzten Jahr hatte sich der damalige Wolfsburg-Spieler Felix Nmecha in einem Social-Media-Posting transphob geäußert.

Vorfälle, die bei der Vereinsführung für Unmut sorgten: „Der VfL Wolfsburg betont, dass er sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist. Der Klub und seine Angestellten stehen für Vielfalt und Toleranz, grundsätzliche Werte wie Respekt, Aufrichtigkeit und Offenheit sind seit jeher fest in der Vereins-Philosophie verankert“, so der Verein in einer Stellungnahme.

Aktuelle Empfehlungen