Innerhalb der queeren Community ist die britische „LGB Alliance“ mehr als umstritten – etwa, weil sie trans Menschen das Recht abspricht, Teil dieser Community zu sein, gegen ein Verbot von „Konversionstherapien“ für trans Menschen ist oder die Gesundheitsversorgung für trans Menschen zusammenstreichen will.
Trans Aktivist:innen störten „LGB-Konferenz“ mit biblischer Plage
Einmal im Jahr hält die Organisation eine Konferenz ab, bei der die Teilnehmenden sich gegenseitig in ihrer Meinung bestärken. Dieses Jahr aus Österreich mit dabei: Die Grüne Faika El-Nagashi, die nach der Nationalratswahl aus dem Parlament geflogen ist. Sie sollte bei einer „Gay Question Time“ mit anderen Teilnehmenden Fragen aus dem gleichgesinnten Publikum beantworten.
Doch daraus wurde nichts: Trans Aktivist:innen haben vor dem Vortrag hunderte Heuschrecken in die Konferenz geworfen, El-Nagashi spricht von „6.000 Insekten“. Ein sehr deutliches Zeichen dafür, wie verhasst die „LGB Alliance“ in anderen Teilen der Community ist.
Die trans Aktivist:innen wurden von Sicherheitskräften aus dem Saal gebracht. Die Polizei wurde gerufen, verhaftete aber niemanden. Danach veröffentlichte die Gruppe „Trans Kids Deserve Better“ auf Instagram ein satirisches Video mit einer Person im Grillen-Kostüm, die über den Vorfall berichtet.
Unterstützung für transfeindliche Abgeordnete aus dem konservativen Lager
Für die Grüne Ex-Abgeordnete ist dieser Angriff „nichts anderes als Homophobie“, wie sie auf Elon Musks Nachrichtenplattform X schreibt. Es sei „offensichtlich unerträglich“, wenn Lesben und Schwule „über ihre Rechte reden“. Sie schrieb, sie wolle sich von dem Anschlag nicht unterkriegen lassen und die Diskussion nachholen.
Dafür bekommt El-Nagashi Unterstützung von ungewohnter Seite: Gudrun Kugler, Abgeordnete des ultrareligiösen Flügels der ÖVP, stellte sich auf die Seite der Grünen Ex-Kollegin. Die Aktion sei „nicht nur ein Verstoß gegen die Meinung-, Rede- und Versammlungsfreiheit, die natürlich gerade dann wichtig ist, wenn man anderer Meinung ist. Sondern auch Tierquälerei“.

