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HomeNewsChronikFast vier Jahre Haft für Rentner, der im Wohnzimmer Männer kastriert hat

Fast vier Jahre Haft für Rentner, der im Wohnzimmer Männer kastriert hat

Weil er in seinem Wohnzimmer mehrere Männer kastriert hatte, ist ein Pensionist nun in Erfurt zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Viele Betroffene sahen keinen Grund, dem 75-Jährigen zu bestrafen.

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Weil er seit 2015 in seinem Wohnzimmer in insgesamt sieben Fällen Hoden, einen Penis und Zehen amputiert hatte, wurde ein 75 Jahre alter Pensionist nun am Landgericht Erfurt zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt.

Dem „Cutter von Erfurt“ soll es nicht ums Geld gegangen sein

Die Männer kamen freiwillig zu dem 75-Jährigen. Kennengelernt hatten sie ihn ihn einschlägigen Internet-Foren – dort hatte er seine Dienste als „Cutter von Erfurt“ angeboten.

Für die Eingriffe, für die der Mann keine medizinische Ausbildung hatte, verlange der Pensionist zwischen 200 und 500 Euro. Der Angeklagte behauptete, Geld habe dabei nur eine untergeordnete Rolle gespielt – was ihm der Richter nicht glaubte.

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Im Jänner 2024 kam die Polizei auf die Spur des Mannes

Auf die Schliche kamen bayerische Polizisten dem Mann im Jänner 2024: Damals hatten sie in Wien einen Österreicher vernommen, der Opfer einer solchen Verstümmelung geworden war. Zunächst dachte man, ein Münchner, der 2021 wegen ähnlicher Delikte verurteilt wurde, sei der Täter, Wenig später habe sich herausgestellt, dass der Erfurter die Tat begangen hatte.

Was mit den entfernten Körperteilen geschehen ist, ist noch immer unklar. Das Urteil sei deshalb milde ausgefallen, weil sich der Pensionist geständig gezeigt habe. Einige der Opfer haben sich vor Gericht gegen eine Bestrafung des Mannes ausgesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte sechseinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung einen Freispruch.

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