In Australien sorgen Mpox, die früheren Affenpocken, für Sorgenfalten bei den zuständigen Gesundheitsbehörden. Der Direktor für die öffentliche Gesundheit im Bundesstaat Victoria, Ben Cowle, sagte am Freitag, die Region leide unter dem größten Ausbruch seit Mai 2022, als der erste Fall in Victoria aufgeteten sei.
Sorge bei den Gesundheitsbehörden von Victoria und New South Wales
Seit April 2024 wurden in Victoria 330 Fälle von Mpox registriert, 27 von ihnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch in New South Wales gab es mit mindestens 433 Fällen seit Juni einen „sehr besorgniserregenden“ Anstieg der Mpox-Fälle, sagte die dortige Gesundheitsdirektorin Kerry Chant. Hier mussten 28 Menschen mit schweren Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Die meisten Fälle treten bei Männern auf, die Sex mit Männern haben. Doch der aktuelle Mpox-Ausbruch kann jede:n treffen, warnt Cowle. So habe es in Victoria auch heterosexuelle Übertragungen und mehrere Fälle bei Frauen gegeben.
Chant erklärte, dass in New South Wales 46 Prozent der Erkrankten nicht gegen Mpox geimpft seien. Zwar könnten auch Geimpfte noch immer erkranken, bei ihnen seien die Symptome aber meist milder und die Krankheit dauere kürzer.
Mpox: So steckt man sich an, das sind die Symptome
Mpox (Affenpocken) wird durch engen Kontakt übertragen, zum Beispiel durch Geschlechtsverkehr, Hautkontakt sowie Sprechen oder Atmen in der Nähe einer anderen Person – aber es ist bei weitem nicht so ansteckend wie andere Viren wie Covid und Masern.
Die Krankheit verursacht grippeähnliche Symptome und die für Pocken typischen flüssigkeitsgefüllten Bläschen. Für die meisten Menschen – vor allem in medizinisch gut versorgten Gebieten – ist es eine leichte Erkrankung, die jedoch tödlich verlaufen kann.

