Gut acht Monate war die Kölner Entertainerin und Lesben-Ikone Hella von Sinnen wie von der Bildfläche verschwunden. Nun wurde auch klar, warum: Am Montag wurde die 65-Jährige im Rollstuhl zur Aufzeichnung der neuen Staffel von „Genial daneben“ in Köln gefahren. Auf dem Weg ins Studio versuchte sie dann, mit Gehhilfen weiterzukommen.
Die Geschichte hinter den Bildern ist dramatisch
Doch was steckt hinter diesen dramatischen Bildern? Zunächst kann Entwarnung gegeben werden: Hella von Sonnen leidet nicht an einer ernsten Krankheit. Der Zustand ist die Folge eines Unfalls, den die Entertainerin – wie erst jetzt bekannt wurde – bereits im Februar erlitten hatte.
Damals war sie bei der RTL-Veranstaltung „40 Jahre Comedy Gala“ in Duisburg schwer gestützt. Dabei hatte sie sich beide Beine gebrochen. Um sich von dem Unfal und seinen Folgen zu erholen, hat sie sich daraufhin vorerst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
“Jetzt muss ich das Gehen erst wieder lernen“
Dem Studiopublikum erklärte sie, dass sie drei Monate in einer Duisburger Klinik verbracht habe. „Jetzt muss ich das Gehen erst wieder lernen“, fügte sie hinzu. Ihre Beine lagen zunächst in Gipsbetten, durften nicht belastet werden – sie musste mehrfach operiert werden und still liegen. „Das war für sie ein einziger Albtraum“, sagt ihre Managerin Cornelia Scheel.
Und auch in einem Interview auf YouTube spricht sie über den Unfall. „Ich war noch nicht mal besoffen“, erinnert sie sich. „Und das schlimmste ist, ich habe jetzt seit acht Monaten nicht mehr gesoffen … Ich kann mich ja nicht besaufen, wenn ich nicht laufen kann. Wie soll das gehen?“ – ihren Humor hat Hella von Sinnen offenbar nicht verloren.
Ihren TV-Freunden zuliebe geht sie wieder in die Öffentlichkeit
Und nun kämpft sich Hella von Sinnen wieder vor die Kamera – ihren langjährigen TV-Partnern Hugo Egon Balder und Wigald Boning zuliebe. Und das Rampenlicht scheint für die Entertainerin die beste Medizin zu sein. Aus Produktionskreisen heißt es, während die Kamera lief, sei die 65-Jährige gut gelaunt gewesen.
Denn sie hat ein neues Ziel: Am 3. November will sie wieder für die Moderation des Krimi-Stücks „Fang den Mörder“ im Kölner Gloria-Theater auf der Theaterbühne stehen – wenn möglich ohne Rollstuhl oder Gehhilfe. Dafür arbeitet sie intensiv mit einer Physiotherapeutin zusammen.

