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Rheinland-Pfalz: Immer mehr LGBTI-feindliche Verbrechen angezeigt

Immer mehr Gewalttaten gegen queere Menschen gibt es auch in Rheinland-Pfalz. Wurden im Jahr 2019 noch zwölf einschlägige Straftaten angezeigt, waren es im Vorjahr bereits 51 Fälle.

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Im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz steigen die angezeigten Straftaten, die an Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans sowie intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität verübt wurden, kontinuierlich an.

Nur zehn Prozent der Vorfälle werden auch angezeigt

Wurden im Jahr 2019 noch zwölf einschlägige Straftaten angezeigt, waren es im Vorjahr bereits 51 Fälle. Dabei zeigen nur etwa zehn Prozent der Menschen, die Opfer von queerfeindlicher Kriminalität werden, diese auch an. 

Warum mehr Fälle angezeigt werden, darüber gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Gründe dafür könnten ein gestiegenes Bewusstsein für queerfeindliche Tatmotive sein, oder ein besserer Zugang der Opfer zur Polizei – etwa durch Diana Gläßer, Ansprechperson für queere Menschen bei der rheinland-pfälzischen Polizei .

Das Vertrauen queerer Menschen in Polizei und Justiz wird stärker

Gläßer bemerkt, dass sich das Anzeigeverhalten verbessere, erklärt sie dem Südwestrundfunk (SWR). Durch ihre Arbeit sei das Misstrauen queerer Menschen in Polizei und Justiz verringert worden, bestätigt auch Joachim Schulte vom QueerNet Rheinland-Pfalz.

Denn mit der wachsenden Aufmerksamkeit für sexuelle Identitäten steigt auch der Hass, dem sie ausgesetzt sind. Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr mehr als 2.300 queerfeindliche Straftaten erfasst.

Die Stimmung gegen sexuelle Minderheiten wird immer aggressiver

Einer der Gründe dafür: Die immer aggressiver werdende Stimmung im Internet. So befürchten LGBTI-Initiativen und queere Vereine, dass die Polarisierung der Gesellschaft weiter zunimmt und sich das in Hassrede und Straftaten gegenüber queeren Menschen äußert.

Das kann auch Gläßer bestätigen: „Wir sehen in der Gesellschaft gerade ein großes Maß an Desinformation“, erklärt sie. Und Schulte ergänzt: Gerade bei jungen Menschen in der Findungsphase hätten diese Botschaften, bei denen es oft um Beleidigungen und Hass gehe, einen viel größeren Effekt als Argumente.

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