In der Ruine einer ehemaligen Brauerei in Iserlohn soll ein 30 Jahre alter Flüchtling aus dem Iran im September von sechs Männern stundenlang gequält und gemeinschaftlich vergewaltigt worden sein, die Tat haben sie mit dem Handy gefilmt.
Vier von ihnen konnten kurz darauf festgenommen werden. Sie haben alle iranischen Hintergrund, zwei von ihnen haben einen dänischen Pass, die beiden anderen einen niederländischen. Sie befinden sich seit dem Vorfall in Untersuchungshaft. Zwei weitere Tatverdächtige konnten bis jetzt nicht gefasst werden.
Nun könnte die Anklage erweitert werden
Gegen die Festgenommenen wird nun auch wegen des Vorwurfs der Geiselnahme ermittelt, berichtet der WDR. Das Opfer sei den Männern über einen längeren Zeitraum ausgeliefert gewesen, so Oberstaatsanwalt Michael Burggräf. Es sich nicht um ein kürzeres Festhalten gehandelt. Damit sei der Tatvorwurf der Geiselnahme erfüllt.
Unklarheit herrscht hingegen über das Motiv. Die Tat sei auf Erniedrigung ausgelegt gewesen, man gehe von einer „vornehmlich persönlichen Motivlage“ aus, heißt es aus der Staatsanwaltschaft. Der 30-Jährige hatte zunächst ausgesagt, Kritiker der iranischen Führung und politisch verfolgter Flüchtling zu sein.

