In der belgischen Küstenstadt Ostende hat eine Gruppe von Jugendlichen am Samstagnachmittag einen 54 Jahre alten Mann verprügelt. Motiv für die Tat war Schwulenhass. Das hat die zuständige Staatsanwaltschaft mittlerweile bestätigt.
Die vier Teenager sind alle polizeibekannt
Wie der flämische Rundfunk VRT berichtet, konnten die vier Täter identifiziert werden, Sie sind alle bereits polizeibekannt. Zwei von ihnen sind 13, einer 14 Jahre alt. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen, sie müssen nun vor dem Jugendrichter erscheinen.
Die Jugendlichen belästigen Mitarbeiter:innen und Besucher:innen des Regenbogenhauses, einer LGBTI-Einrichtung in Ostende, schon seit längerem. „Die Pride-Flaggen, die wir während der Öffnungszeiten an die Fassade hängen, wurden mehrmals von der Wand gerissen. Und wenn unsere Haustür im Sommer offen ist, gehen sie ständig vorbei und rufen Beleidigungen wie ‚Perverse‘ oder ‚schmutzige Schwule‘“, so das Opfer.
Die Jugendlichen schlugen und traten minutenlang auf den 54-Jährigen ein
An den Angriff erinnert er sich. Noch genau: „Wir hatten noch keine Stunde geöffnet, als diese Jugendlichen wieder an unserer Vitrine standen“, sagt er im Gespräch mit VRT. „Sie verschwanden dann für einen Moment und kehrten zurück. Ich ging nach draußen und sagte, sie sollten uns in Ruhe lassen. Die Teenager liefen weg, kehrten aber weniger als 10 Minuten später zurück.“
Er beschloss, den Teenagern zu folgen. „Ich bin zu diesem Burschen gegangen und habe ihn gehalten, damit er nicht weglaufen kann“, erinnert er sich. Doch in diesem Moment kehrten die anderen zurück. Sie schlugen den 54-Jährigen zu Boden und traten minutenlang auf ihn ein – bis die Polizei kam.
Der Mann musste mit einer gebrochenen Nase und einem gequetschten Oberschenkel ins Krankenhaus gebracht werden. Er ist nun eine Woche im Krankenstand.

