HomeNewsChronikDrei Grindr-Dates ausgeraubt: 24-Jähriger bekennt sich schuldig

Drei Grindr-Dates ausgeraubt: 24-Jähriger bekennt sich schuldig

In Irland hat sich ein junger Mann nun vor Gericht schuldig bekannt, im letzten Jahr drei Männer ausgeraubt zu haben - nachdem er sie über die Dating-App Grindr angelockt hatte.

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In der irischen Stadt Dundalk steht ein 24 Jahre alter Mann aus Dublin vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, im Juni und Juli des letzten Jahres drei Männer über die Dating-Plattform Grindr angelockt und dann angegriffen und ausgeraubt zu haben, bis er schließlich festgenommen werden konnte.

Er bedrohte seine Opfer mit einem Messer, fuhr ein Auto zu Schrott

Vor Gericht berichtete der leitende Ermittler, dass es sich bei den angeklagten Taten um drei unabhängige Vorfälle handelt. So hat eines der Opfer über Grindr ein Treffen mit einem „James“ vereinbart, der ihn zu Hause besuchen sollte. Als die beiden ins Schlafzimmer gingen, zog „James“ eine Waffe und zwang das Opfer, ihm seine Bankkarte zu geben. 

Dann fuhr ihn  der Angeklagte mit seinem eigenen Auto zum Geldautomaten, um dort Geld abzuheben. Der Mann konnte aber aus dem Auto springen und den Alarm betätigen, bevor der Angeklagte mit dem Auto, zwei Handys, der Geldbörse und der Bankkarte seines Opfers flüchtete – und damit später einen Unfall baute.

Die Polizei konnte Überwachungsvideos des Mannes sichern

Mit einem anderen Opfer hat sich der Angeklagte in einer dunklen Gasse getroffen. Dort hat er ihn ebenfalls mit einem Messer bedroht und leicht im Gesicht verletzt. Bei diesem Überfall erbeutete er ebenfalls das Handy seines Opfers. Danach bedrohte der Angeklagte den Mann, der später die Polizei verständigte. Diese konnte Material aus der Videoüberwachung sichern.

Beim dritten Vorfall stieg der 24-Jährige in das Auto seines Opfers. In einer Sackgasse zog er dann ein Messer und forderte Geld und Bankkarten seines Opfers. Der Mann konnte seinen Sicherheitsgurt lösen und um Hilfe rufen, was den Angeklagten verschreckte – er flüchtete zu Fuß.

Die Opfer des Angeklagten leiden bis heute

Die Opfer mussten nicht vor Gericht erscheinen, ihre Aussagen wurden verlesen. Für die Männer hatten die Angriffe teils schwere Folgen. So berichtet das erste Opfer, dass er monatelang weder schlafen noch essen konnte. Auch hatte er Schwierigkeiten, seine Wohnung zu verlassen. Auch musste er für alle Schäden selbst aufkommen, inklusive dem zerstörten Auto.

Die Anklage beläuft sich auf zweifachen Raub und einen versuchten Raub. Er hat sich schuldig bekannt. Bis zur Bekanntgabe des Urteils am 16. Jänner bleibt der 24-Jährige, der bereits in England und Irland straffällig geworden war, in Untersuchungshaft. Medienberichten zufolge erwartet ihn eine unbedingte Haftstrafe.

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