HomeNewsStars & PromisJussie Smollett: Gericht hebt Verurteilung von "Empire"-Star wieder auf

Jussie Smollett: Gericht hebt Verurteilung von „Empire“-Star wieder auf

Im Jänner 2019 sagte US-Schauspieler Jussie Smollett, dass er Opfer eines rassistischen und schwulenfeindlichen Angriffs geworden sei. Polizei und Gericht kamen zu dem Schluss, dass er den Angriff selbst inszeniert habe. Nun wurde dieses Urteil aufgehoben.

Hinweis
Dieser Beitrag ist älter als 1 Jahr.

Es war im Jänner 2019, als ein Angriff auf den US-amerikanischen Schauspieler Jussie Smollett Schlagzeilen machte. Der offen schwule Afroamerikaner, der durch seine Rolle in der US-Serie „Empire“ bekannt wurde, sei in der Nähe seiner Wohnung in Chicago auf offener Straße von zwei maskierten Männern angegriffen worden.

Polizei ist sich sicher: Jussie Smollett hat die Attacke nur erfunden

Diese hätten ihn schwulenfeindlich und rassistisch beleidigt und geschlagen, so Smollett. Sie hätten sich als Anhänger von Donald Trump ausgegeben und ihm eine Schlinge um den Hals gelegt. Die Aufregung war groß, zahlreiche Prominente solidarisierten sich mit dem Schauspieler.

Doch die Polizei von Chicago kam schon bald zu dem Schluss, dass Smollett den Überfall selbst inszeniert hätte – angeblich, um seine Bekanntheit zu steigern, und weil er unzufrieden war, wie ein TV-Sender auf Hassnachrichten gegen ihn reagiert habe. Er selbst hat diese Vorwürfe immer bestritten und auch im Zeugenstand ausgesagt, nicht gelogen zu haben.

- Werbung -

Ein Sonderstaatsanwalt rollte den Fall noch einmal auf

Die Staatsanwaltschaft ließ den Fall im Mai 2019 überraschend fallen. Jussie Smollett musste lediglich Sozialstunden leisten und 10.000 Dollar zahlen. Doch ein Jahr später rollte ein Sonderstaatsanwalt den Fall wieder auf.

Im Dezember 2021 wurde der ehemalige „Empire“-Star dennoch n fünf Anklagepunkten wegen Störung der öffentlichen Ordnung schuldig gesprochen. Die Geschworenen kamen zu dem Urteil, dass Smollett die Polizei mit falschen Angaben in die Irre geführt habe.

Er wurde zu 150 Tagen Haft, 30 Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von umgerechnet etwa 110.000 Euro verurteilt. Weil er gegen das Urteil berufen hatte, musste er aber nur sechs Tage seiner Haftstrafe verbüßen.

Oberster Gerichtshof hebt Urteil gegen Jussie Smollett auf

Nun gab es eine überraschende Wende in dem Aufsehen erregenden Strafprozess: Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates Illinois hat das Urteil wegen Verfahrensfehlern aufgehoben.

Er kam zu dem Schluss, dass ein Sonderermittler nicht in den Fall eingreifen hätte dürfen, nachdem die lokale Staatsanwaltschaft die Anklage gegen Smollett fallen gelassen hatte. Die Entscheidung des Gerichts hat sich nicht mit der Frage beschäftigt, ob der heute 42-Jährige unschuldig ist. Das betont auch die Staatsanwaltschaft in einer Stellungnahme.

Der Oberste Gerichtshof habe keinen Fehler in den Beweisen gefunden, „die bei der Verhandlung vorgelegt wurden, dass Herr Smollett ein gefälschtes Hassverbrechen inszeniert und es der Polizei von Chicago als echtes Hassverbrechen gemeldet hat, oder in dem einstimmigen Urteil der Geschworenen, dass Herr Smollett in fünf Fällen von ordnungswidrigem Verhalten schuldig ist“, so die Anklagebehörde.

Aktuelle Empfehlungen