Ein vielfältiges Angebot bietet die Vienna Pride im kommenden Jahr: Mehr als zwei Wochen lang, vom 31. Mai bis 15. Juni 2025 wird es unzählige Veranstaltungen und Kooperationen in ganz Wien geben. Das Ziel: Lebensfreude, Sichtbarkeit und den Einsatz für Menschenrechte in der Stadt sichtbar zu machen.
„Unser Ziel ist es, die Sichtbarkeit der LGBTIQ-Community zu stärken und den Dialog mit der Mehrheitsgesellschaft zu fördern. So können wir Berührungsängste, Vorurteile und vor allem Missverständnisse abbauen“, erzählt Katharina Kacerovsky-Strobl, die Organisatorin der Vienna Pride.
Eine Pride-Konferenz soll über Herausforderungen an die Community diskutieren
Dazu gehört auch die Vienna-Pride-Konferenz, die am 6. Juni im Wiener Rathaus stattfinden wird. Dabei werden zahlreiche Expert:innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über Herausforderungen an die LGBTI-Community diskutieren.
Auch gibt es dieses Jahr wieder ein Pride Village – erneut in der „kurzen“ Version, von 12.-14. Juni. Dieses bleibe „das Herzstück der Vienna Pride und leistet einen ganz wichtigen Beitrag für mehr Akzeptanz“, sagt der zuständige Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr von den NEOS.
Höhepunkt ist auch dieses Jahr wieder die Regenbogenparade
Höhepunkt der Vienna Pride ist auch dieses Jahr wieder die Regenbogenparade. Die größte LGBTI-Veranstaltung Mitteleuropas, findet nächstes Jahr am 14. Juni statt. Auch dann werden wieder hunderttausende Menschen „andersrum“ – also gegen die Fahrtrichtung – auf der Ringstraße die Anliegen der Community weit über die Grenzen der Stadt hinaustragen.
Dabei dürfte die politische Komponente der Vienna Pride wieder stärker in den Vordergrund treten. Denn nach der Nationalratswahl im Oktober sei es „umso wichtiger, dass die LGBTIQ-Community und ihre Allies 2025 bei der Regenbogenparade ein starkes Zeichen für Gleichberechtigung und Menschenrechte setzen“, erklärt Ann-Sophie Otte, Obfrau der HOSI Wien.
So müssen erkämpfte Rechte verteidigt werden – und dort, wo Österreich im Europavergleich nachhinkt, muss weiter gekämpft werden. Das betreffe etwa ein gesetzliches Verbot von „Konversionsbehandlungen“ oder medizinisch nicht notwendige Operationen an intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen. „Diese und viele weitere Forderungen bringen uns 2025 erneut auf die Straße“, so Otte.

