Ein neuer Eklat erschüttert den englischen Fußball: Die Spieler von Manchester United haben beschlossen, vor dem Spiel gegen Everton keine Jacke zur Unterstützung der LGBTI-Community zu tragen.
Mazraoui weigert sich, alle anderen machen mit
Damit stellen sie sich klar auf die Seite von Noussair Mazraoui. Der aus Marokko stammende Verteidiger erklärte, dass er die Jacke aus religiösen Gründen nicht tragen könne. Adidas hat sie als Teil der „Rainbow Laces“-Kampagne entworfen, mit der die Premier League die Inklusion und Gleichberechtigung sexueller Minderheiten visualisieren möchte.
Mazaraouis Mannschaftskollegen entschieden sich ebenfalls dagegen, die Jacke zu tragen. Einige von ihnen waren mit dieser Entscheidung allerdings nicht einverstanden.
Es ist nicht die erste querfeindliche Meldung von Mazraoui
Mazraoui, damals noch bei Bayern München, hatte bereits 2023 Zakaria Aboukhlal von Toulouse unterstützt, nachdem dieser sich geweigert hatte, an einer ähnlichen Initiative in Frankreich teilzunehmen. Dafür hat er ordentlichen Gegenwind der Bayern-Fans zu spüren bekommen.
Adidas zeigte sich enttäuscht, dass die Spieler die Intitative nicht durch das Tragen der Jacke unterstützen. Der Sportartikelhersteller hatte mit Manchester United einen Zehnjahresvertrag mit einem Volumen von über einer Milliarde Euro abgeschlossen.
Manchester United versucht den Spagat – und scheitert
Manchester United machte umgehend deutlich, dass alle Fans willkommen seien, selbstverständlich einschließlich der Mitglieder der LGBTI-Community. Die Spieler haben selbstverständlich das Recht auf ihre eigenen Ansichten, insbesondere in Bezug auf ihren Glauben. Diese können und dürfen manchmal von denen des Vereins abweichen, so die Stellungnahme.
Die Premier League führt vom 29. November bis zum 5. Dezember die Kampagne „Stonewall Rainbow Laces“ durch und fordert die Mannschaftskapitäne auf, Armbinden mit der Regenbogenflagge zu tragen. Diese seit 2013 bestehende Initiative hat in dieser Saison für zahlreiche Kontroversen gesorgt.
Sam Morsy, Kapitän von Ipswich Town, hat sich aus religiösen Gründen entschieden, die Regenbogenbinde nicht zu tragen. Marc Guehi, Kapitän von Crystal Palace, hat „I love Jesus“ auf seine Binde geschrieben. Eine klare Aussage, die nun zu einer Strafe durch den Fußballverband führen könnte.

