Die Förderung der LGBTI-Community ist der Stadt Wien wichtig. Das merkt man nicht nur an Angeboten wie dem Queeren Kleinprojektefonds oder der Unterstützung der Vienna Pride, sondern auch an Förderungen für LGBTI-Vereine. Und hier ist Wien durchaus großzügig.
Knapp 100.000 Euro an die Beratungsstelle Courage, 6.500 Euro an QWIEN
Wie aus dem Förderbericht 2023 hervorgeht, flossen knapp 100.000 Euro an die Beratungsstelle Courage , die vor kurzem ein neu gestaltetes Beratungszentrum eröffnet hat. Etwas mehr als 6.500 Euro gingen an QWIEN, das historische Gedächtnis der Community, das derzeit ebenfalls seine Räumlichkeiten vergrößert.
Dazu kommen noch jede Menge kleinerer Förderungen, um die Vielfalt in dieser Stadt zu bewahren. So bekam das Quafé weniger als 2.500 Euro, bietet dafür queere Angebote für Kinder und Jugendliche. Insgesamt förderte die Stadt Wien LGBTI-Vereine im letzten Jahr mit 403.812,50 Euro.
Dadurch wird die Infrastruktur der LGBTI-Community erhalten und kann teilweise sogar ausgebaut werden. Queere Menschen erhalten notwendige Beratungsangebote, Kindern und Jugendlichen kann geholfen werden. Das erhöht die Lebensqualität der Betroffenen – und so letztendlich der ganzen Stadt.
FPÖ kritisiert Förderung, unterstützt in Niederösterreich aber fragwürdige Vereine mit Millionen
Für die FPÖ, die als Regierungspartner in Niederösterreich selbst fast 3,5 Millionen Euro „Corona-Hilfe“ an teils fragwürdige Vereine verteilt hat, ist das zu viel Geld. Die Stadt Wien würde „Millionen in fragwürdige Projekte“ pumpen, empört sich der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss gegenüber der Gratiszeitung Heute.
Das „hart erarbeitete Steuergeld“ der Wiener:innen werde „in Vereine gepumpt, die in der Integration offenbar keine gute Arbeit leisten“, so Krauss. Dass die Integration geflüchteter Heterosexueller allerdings gar nicht die Aufgabe der geforderten LGBTI-Vereine ist, lässt der FPÖ-Politiker unerwähnt.

