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Vier Angriffe durch Extremisten auf die Türkis Rosa Lila Villa

Rund um die Türkis Rosa Lila Villa hat es rassistische und queerfeindliche Zwischenfälle gegeben. Dreimal dürften Rechtsextreme das Villa Vida Café gestürmt haben, nun haben offenbar pro-israelische Aktivist:innen das Gebäude besprüht.

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Seit dem 20. November soll es vier „rassistische oder homophobe“ Übergriffe auf die Türkis Rosa Lila Villa gegeben haben, berichtet das in dem Gebäude befindliche Villa Vida Café. Wie Inhaberin Denise Van De Cruze gegenüber der Plattform MeinBezirk  erklärt, habe sich der letzte Vorfall erst am 14. Dezember ereignet.

Auf die Hauswand wurden israelfreundliche Graffiti geschmiert

Dabei sei die Hauswand mit israelfreundlichen Graffiti beschmiert worden: Neben einem Davidstern und einem Herz mit dem Wort „Israel“ daneben haben die Unbekannten „Fuck Palestine“ an die Fassade des Hauses gesprüht. Van De Cruze erklärte, die Sachbeschädigung angezeigt zu haben. Von der Polizei gab es dazu keine Bestätigung.

Die Türkis Rosa Lila Villa war im letzten Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil gleich nach dem Angriff der Hamas auf Israel eine Palästinenserflagge aus einem Fenster des Wohnprojekts hing. Nach öffentlicher Empörung folgten zwei Transparente, auf denen „Gegen Gewalt. Gegen Krieg. Gegen binäres Denken“ sowie „Queer für Sicherheit – Arabisch + jüdisch für Freiheit leben“ standen.

Auch damals gab es einen Übergriff pro-israelischer Aktivist:innen: In die Villa wurde eingebrochen, dabei wurde eine israelische Flagge an der Fassade angebracht. Fotos von der Flagge wurden auf Instagram gepostet – mit dem Zusatz „Wir sind direkt um die Ecke“.

Auch Rechtsradikale haben die Villa als Ziel für Angriffe ausgemacht

Doch die Graffiti-Aktion war nicht der einzige Angriff auf die queere Institution in den letzten Wochen. Am 20. November hätten sich zwei Männer bei einer Veranstaltung im Café bedrohlich verhalten und herumgeschrien. Sie wurden aufgefordert, das Lokal zu verlassen, kamen später aber wieder und sollen dort ihre „Einschüchterungstaktiken fortgesetzt“ haben.

Eine Woche später, am 26. November, hätten zwei maskierte Personen das Café gestürmt. Sie hätten aggressiv herumgeschrien und an Türen und Wänden „Rechte Jugend voran“-Aufkleber angebracht, erinnert sich Van De Cruze. Als sie die Störer auf dem Gehsteig zur Rede stehen wollte, hätten sie rassistische Beleidigungen und queerfeindliche Bemerkungen gemacht.

Die gleichen Aufkleber brachte eine Gruppe von fünf Maskierten mit, die am 4. Dezember das Villa Vida Café stürmten und Beleidigungen durch das Lokal schrien. Nach Widerstand von Gästen und Mitarbeiter:innen flüchteten die Unbekannten. Ob auch wegen dieser offenbar rechtsradikaler Vorfälle Anzeige erstattet wurde, ist nicht bekannt.

Das Villa Vida Café bleibt kämpferisch

Für Van De Cruze ist klar: „Die Motive hinter diesen wiederholten Vorfällen scheinen auf Hass und Einschüchterung abzuzielen, da das ‚Villa Vida Café‘ als ein inklusiver und sicherer Ort für die LGBTQIA+-Gemeinschaft sowie für Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen bekannt ist“, erklärt sie MeinBezirk.

Allerdings werde man sich „von diesen Hassakten nicht zum Schweigen bringen“, gibt sich Denise Van De Cruze kämpferisch. Man habe „umfassende Sicherheitsprotokolle“ eingeführt. „Die Villa Vida steht als Symbol für Widerstandsfähigkeit und Gemeinschaft. Diese Angriffe stärken nur unseren Willen, weiterhin einen Ort zu schaffen, an dem Liebe, Akzeptanz und Vielfalt gedeihen“, so die Café-Chefin.

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