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Zwei queerfeindliche Vorfälle am Samstag in Berlin

Gleich zwei queerfeindliche Vorfälle hat es am Samstag in Berlin gegeben. Einer der Tatverdächtigen hatte ein Einhandmesser dabei und zwei Promille Alkohol im Blut.

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In Berlin ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin nach zwei queerfeindlichen Vorfällen, die sich am Samstag ereignet hatten.

Jugendliche beschossen eine Regenbogenflagge mit Feuerwerkskörpern

Der erste Vorfall ereignete sich im Stadtteil Neukölln. Wie die Polizei berichtet, wurde gegen 18.00 Uhr eine Regenbogenflagge an einem Lokal in der Pflügerstraße mit Feuerwerkskörpern beschossen und dabei beschädigt

Ein Mitarbeiter des Lokals sagte der Polizei, eine Gruppe Jugendlicher sei zweimal auf dem Gehsteig vor dem Lokal erschienen, habe die Flagge beschossen und sei dann weggelaufen.

Ein Betrunkener bedrohte einen Mann mit Regenbogenflagge

In der U-Bahn-Station Mohrenstraße nahm die Polizei gegen 16.30 Uhr einen 39 Jahre alten Mann fest, der Passant:innen mit einem Messer bedroht hatte. Er wird verdächtigt, bereits zwei Stunden zuvor in der U-Bahn-Station Hallesches Tor einen Mann bedroht zu haben, der eine Regenbogenfahne ins der Hand hielt.

Die Polizei fand bei dem Mann eine auffällige Maske, die er bei beiden Taten getragen haben soll. Bei einer Durchsuchung wurde außerdem ein Einhandmesser bei dem 39-Jährigen gefunden. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von rund zwei Promille. Er wurde zur erkennungsdienstlichen Behandlung in Polizeigewahrsam genommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

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