HomeSzeneSteiermarkWegen Barbie-Puppe: 60-Jähriger schlägt 81-Jährigen mit High Heels krankenhausreif

Wegen Barbie-Puppe: 60-Jähriger schlägt 81-Jährigen mit High Heels krankenhausreif

Ein 60-Jähriger, der sich als trans identifiziert, misshandelte seinen Erwachsenenvertreter wiederholt. Zuletzt setzte er High Heels als Waffe ein. Vor Gericht spielte dabei seine Barbie-Puppe „Carina“ eine zentrale Rolle.

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Mit einem gleichermaßen skurrilen wie erschreckenden Fall hat ein 60-jähriger Steirer für Aufsehen gesorgt. Der Mann, der sich selbst als transsexuell bezeichnet, hatte seinen 81-jährigen Erwachsenenvertreter über Jahre hinweg körperlich und seelisch misshandelt. 

Im Juli dieses Jahres eskalierte die Gewalt schließlich: Der Angeklagte schlug mit spitzen High Heels auf den Mann ein, fügte ihm schwere Verletzungen zu und musste sich im November vor dem Grazer Straflandesgericht verantworten.

Carina als ständige Begleiterin

Schon beim Betreten des Gerichtssaals sorgte der Angeklagte für Stirnrunzeln. In der Hand hielt er fest seine Barbiepuppe „Carina“, die er während der gesamten Verhandlung an seine Brust drückte. „Sie gehört auch dazu“, erklärte er vor Gericht und betonte, dass sie eine wichtige Rolle in seinem Leben spiele.

Nach eigenen Angaben war „Carina“ nicht nur eine emotionale Stütze, sondern auch Anlass für Konflikte mit seinem Opfer. Der 81-Jährige habe sich geweigert, ihm Spielzeugautos und Zubehör für die Puppe zu kaufen. „Er wollte geistige Macht über uns haben – über mich und Carina“, sagte er.

Streit ums Geld und Eifersucht auf Carina

Neben den Vorwürfen der Kontrolle durch den 81-Jährigen. mit dem er auch Sex gehabt hatte, schilderte der Angeklagte, dass sein Erwachsenenvertreter eifersüchtig auf Carina gewesen sei. „Er hat sie nie akzeptiert“, zitiert die Kleine Zeitung aus seiner Aussage.

Das Opfer, das die jahrelangen Misshandlungen bestätigte, bestritt diese Vorwürfe. Vielmehr sei es um finanzielle Streitigkeiten gegangen, insbesondere um die Weigerung, das Hotelzimmer des Angeklagten weiter zu finanzieren.

Gewaltspirale und psychiatrisches Gutachten

Der Angriff mit den Stöckelschuhen, bei dem der 60-Jährige „Carina“ in unmittelbarer Nähe gehalten haben soll, führte zu schweren Verletzungen des 81-Jährigen, unter anderem zu einem Hämatom im Gehirn. Ein psychiatrisches Gutachten attestierte dem Angeklagten eine Persönlichkeitsstörung mit schizoiden Zügen und eine ausgeprägte Gewaltbereitschaft. Dennoch sei er vermindert schuldfähig.

Urteil: Haft und Therapie für den Angeklagten

Das Landesgericht für Strafsachen Graz verurteilte den Mann zu zweieinhalb Jahren Haft und ordnete seine Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum an. Die Richterin erklärte, dass der Mann aufgrund seiner Gefährlichkeit therapiert werden müsse. 

Carina, die während der gesamten Verhandlung anwesend war, wurde vom Angeklagten auch nach dem Urteil festgehalten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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