HomeNewsChronikRaubüberfall statt Date: Polizei meldet zwei Fälle aus Nordrhein-Westfalen

Raubüberfall statt Date: Polizei meldet zwei Fälle aus Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen sind Ende Dezember zwei Männer bei angeblichen Online-Dates überfallen worden. Nun ermittelt die Kriminalpolizei und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

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In Hilden in der Nähe von Düsseldorf wurden Ende Dezember zwei Männer ausgeraubt, nachdem sie sich zu einem Online-Date verabredet hatten: Am 21. Dezember haben fünf Unbekannte einen 30-Jährigen in der Nähe des Stadtteil Elb ausgeraubt, fünf Tage später wurde ein 55-Jähriger zum Opfer eines gleichbelagerten Delikts in unmittelbarer Nähe.

Am Treffpunkt warteten zwei junge Männer auf den 30-Jährigen

Als der 30-Jährige gegen 21.15 Uhr zum vereinbarten Treffpunkt an der Straße Elb im gleichnamigen Stadtteil der 56.000 Einwohner zählenden Gemeinde erschien, wurde er bereits von zwei etwa 20 Jahre alten Männern erwartet. Zu dritt gingen sie auf einem Feldweg, als er plötzlich mit Pfefferspray angegriffen wurde.

Er flüchtete vor dem Duo, als plötzlich drei weitere Männer auftauchten und ihn zu Boden brachten. Die fünfköpfige Gruppe schlug auf den 30-Jährigen ein und trat ihn, bis er ihnen seine Geldbörse mit mehreren hundert Euro Bargeld und sein Handy übergab. Anschließend flüchteten die Täter zu Fuß in Richtung der Straße Elb.

Das Opfer wurde bei dem Angriff leicht verletzt. Er konnte von einem nahe gelegenen Fast-Food-Restaurant die Polizei alarmieren. Eine sofort eingeleitete Nahberichsfahndung verlief erfolglos.

Das Opfer konnte zwei seiner Angreifer beschreiben

Der 30-Jährige konnte die beiden etwa 20 Jahre alten Männer, mit denen er zunächst geredet hatte, beschreiben. Die erste Person ist etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß und hat normale Statur. Sie hat ein arabisches Erscheinungsbild, schwarze mittellange gelockte Haare und ein breites Gesicht, das als „Babyface“ beschrieben wird.

Der zweite Verdächtige ist etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, ist schlank, und hat ein europäisches Erscheinungsbild mit blonden Haaren. Beide Verdächtige waren bei dem Vorfall schwarz gekleidet. Die übrigen drei Männer konnte das Opfer nicht beschreiben.

Auch am Stefanitag endete sich ein vermeintliches Date blutig

Am 26. Dezember ereignete sich ein sehr ähnlicher Überfall: Ein 55-Jähriger hatte sich über eine Online-Plattform gegen 20.00 Uhr an der Furtwängler Straße verabredet. Dort erschien ebenfalls ein etwa 20-Jähriger, und man ging zusammen ein Stück zu Fuß. 

Plötzlich wurde er von vier weiteren Jugendlichen von hinten angegriffen und zu Boden gebracht, wo er getreten und geschlagen wurde. Auch hier wollte die Gruppe die Wertgegenstände des Mannes haben. Nachdem er aber keine bei sich hatte, ließ das Quintett von ihm ab und flüchtete zu Fuß in Richtung Gerresheimer Straße.

Der 55-Jährige benachrichtigte die Polizei erst später. Alarmierte Rettungskräfte brachten ihn anschließend zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus.

Der 55-Jährige konnte sich auch zwei Angreifer beschreiben

Auch er konnte zwei der Angreifer beschreiben. Der Erste war etwa 20 Jahre alt, 1,73 Meter groß und muskulös. Er hatte ein südosteuropäisches Erscheinungsbild und sprach Deutsch mit Akzent. Seine Haare waren schwarz und gewellt.

Den zweiten Angreifer beschreibt das Opfer als etwa 23 Jahre alt und 1,85 Meter groß. Auch er sprach Deutsch mit Akzent und war trainiert. Er hatte schwarze kurze Haare und einen schwarzen Schnurrbart. Beide Verdächtige waren dunkel gekleidet.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Sie prüft zur Zeit, ob die beiden Taten in Zusammenhang stehen. Hinweise zur Tat oder den Verdächtigen nimmt die Polizei in Hilden unter der Telefonnummer +49/(0)2103/898-6410 entgegen.

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