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Peru: Justizausschuss winkt eingetragene Partnerschaften durch

Als eines der letzten Länder Lateinamerikas könnten auch in Peru gleichgeschlechtliche Paare bald rechtliche Anerkennung bekommen. Ein entsprechenderer Gesetzesentwurf wurde im zuständigen Parlamentsausschuss beschlossen.

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Peru ist der Einführung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften einen großen Schritt näher gekommen: Der Justizausschuss des Kongresses stimmte Ende November mit 12 zu 9 Stimmen bei vier Enthaltungen für die Einführung Eingetragener Lebenspartnerschaften für gleich- und verschiedengeschlechtliche Paare. Der Gesetzesentwurf wird nun dem gesamten Kongress zur Verabschiedung vorgelegt.

Seit mehr als einem Jahrzehnt gibt es Pläne für die Einführung eingetragener Partnerschaften

Die Bemühungen um die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in Peru waren mehr als ein Jahrzehnt lang ins Stocken geraten, weil es keine parlamentarische Mehrheit dafür gab. 

In dieser Zeit haben die meisten lateinamerikanischen Länder die Ehe geöffnet oder Lebenspartnerschaften eingeführt, darunter mit, Kolumbien, Ecuador, Brasilien, Bolivien und Chile alle Nachbarländer. Peru ist das größte lateinamerikanische Land, das die Ehe noch nicht für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet hat.

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Mit den eingetragenen Partnerschaften könnte eine Öffnung der Ehe verhindert werden

Der Gesetzesentwurf könnte einen konkurrierenden Gesetzesentwurf der lesbischen Abgeordneten Susel Paredes verhindern. Sie will die Ehe öffnen: „Ich kämpfe für die volle Gleichberechtigung, für unsere Partner, unsere Kinder und unsere Familien. Ich bin davon überzeugt, dass es notwendig ist, eine gleichberechtigte Ehe zu erreichen, und ich werde weiterhin für diese Institution kämpfen“, sagte Paredes auf der Plattform X.

Andere LGBTI-Aktivist:innen in Peru sind jedoch der Meinung, dass auch der vom Justizausschuss beschlossene Gesetzesentwurf einen großen Fortschritt für queere Peruaner:innen darstellen würde. 

„Nicht ideal, aber ein Schritt in die richtige Richtung“

„Die Eingetragene Partnerschaft ist nicht ideal, aber sie ist ein Schritt in die richtige Richtung, um gleiche Rechte für alle Peruaner:innen zu erreichen“, sagte der ehemalige peruanische Kongressabgeordnete Carlos Bruce auf X. Bruce hat im August in Madrid geheiratet und ist derzeit Bürgermeister des Stadtteils Surco in Lima.

Der Gesetzentwurf räumt Paaren in eingetragenen Partnerschaften viele Rechte ein, die auch verheiratete Paare haben, wie Eigentumsrechte, Unterhaltszahlungen, medizinische Entscheidungen, eheliche Besuche, Erbschaftsrechte, Sterbegeld, Steuerrechte und Pensionen. Die Paare hätten jedoch nicht das Recht, Kinder zu adoptieren oder als Eltern der leiblichen Kinder des anderen Partners anerkannt zu werden.

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