HomeMagazinFilmtippOscar 2025: „Emilia Pérez“ führt mit 13 Nominierungen

Oscar 2025: „Emilia Pérez“ führt mit 13 Nominierungen

Das Krimimusical „Emilia Pérez“ setzt sich an die Spitze der diesjährigen Oscar-Nominierungen und bricht dabei historische Grenzen. Die Hauptdarstellerin Karla Sofia Gascón ist die erste trans Frau, die als beste Hauptdarstellerin nominiert wurde.

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Mit 13 Nominierungen dominiert Jacques Audiards genreübergreifendes Krimi-Musical „Emilia Pérez“ die diesjährige Oscar-Saison. Der Film über das turbulente Leben einer ehemaligen Drogenbaronin überzeugt sowohl in den künstlerischen als auch in den technischen Kategorien.

Neben der Nominierung als bester Film wurde er unter anderem für die beste Regie, Kamera, Schnitt, das Originaldrehbuch und den besten Song nominiert. Hauptdarstellerin Karla Sofia Gascón und Nebendarstellerin Zoe Saldaña dürfen ebenfalls auf einen Goldjungen hoffen.

Die Oscars 2025, die am 2. März im Dolby Theatre in Los Angeles verliehen werden, versprechen ein spannendes Rennen zu werden, insbesondere durch die Nominierung von Gascón, die als erste trans Frau in der Geschichte der Academy als beste Hauptdarstellerin nominiert ist.

Karla Sofia Gascón schreibt Geschichte

Die mexikanische Schauspielerin spielt die titelgebende Hauptrolle in „Emilia Pérez“. Ihre Darstellung einer charismatischen, aber innerlich zerrissenen Ex-Drogenbaronin, die sich in einem Zeugenschutzprogramm neu erfindet, wurde von Kritikern als bahnbrechend gelobt. Zu ihren Konkurrentinnen gehören Cynthia Erivo („Wicked“) und Demi Moore („The Substance“).

„Das ist mehr als eine Nominierung für mich, es ist ein Zeichen des Fortschritts“, sagte Gascón in einem Statement nach der Bekanntgabe. Die Schauspielerin wird auch für ihr langjähriges Engagement als Aktivistin in der LGBTI-Community gefeiert, was ihrer Nominierung zusätzliche gesellschaftliche Bedeutung verleiht. Zoe Saldaña, die in einer Nebenrolle als loyale Komplizin brilliert, ist ebenfalls nominiert und verleiht dem Film zusätzliche Starpower.

Konkurrenz von Biopics und Musicals

Neben „Emilia Pérez“ stehen zwei weitere Produktionen im Rampenlicht: Brady Corbets „The Brutalist“ und die Musicalverfilmung „Wicked“ mit jeweils zehn Nominierungen. Während „The Brutalist“ ein intensives Biopic über den fiktiven Holocaust-Überlebenden und Architekten Laszlo Toth erzählt, begeistert „Wicked“ mit spektakulären Musicalnummern und starken schauspielerischen Leistungen von Cynthia Erivo und Ariana Grande.

Bemerkenswert ist auch Edward Bergers Vatikan-Thriller „Konklave“, der acht Nominierungen erhielt. Der deutsche Regisseur hatte zuletzt mit seiner Verfilmung von „Im Westen nichts Neues“ bei den Oscars triumphiert und kehrt nun mit einem packenden Drama über Machtkämpfe in der katholischen Kirche zurück.

Ein Jahr voller Vielfalt und neuer Stimmen

Die diesjährige Oscar-Saison zeichnet sich nicht nur durch herausragende Filme, sondern auch durch historische Meilensteine aus. Neben Gascóns Nominierung ist Coralie Fargeat („The Substance“) die einzige Frau in der Kategorie Beste Regie. Ihr provokanter Body-Horror-Film brachte ihr auch eine Nominierung für das Drehbuch ein.

In der Kategorie Bester Internationaler Film konkurriert das deutsche Drama „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ mit „Emilia Pérez“, während der lettische Animationsfilm „Flow“ gleich in zwei Kategorien nominiert ist.

Die Verschiebung der Nominierungen aufgrund der verheerenden Brände in Los Angeles hat die Spannung zusätzlich erhöht. Trotz der Herausforderungen zeigt sich die Filmindustrie widerstandsfähig und bereit, ihre größten Talente zu feiern.

Die Oscar-Nacht verspricht Hochspannung

Mit Conan O’Brien als Moderator soll die Verleihung diesmal etwas weniger politisch aufgeladen sein als in den vergangenen Jahren. Dennoch bleibt abzuwarten, wie die Verleihung vor dem Hintergrund der anhaltenden gesellschaftlichen Debatten um Inklusion und Diversität verlaufen wird. Klar ist: „Emilia Pérez“ hat die Chance, die Geschichte der Oscars nachhaltig zu prägen.

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