Am Lagerfeuer des Dschungelcamps plauderte Pierre Sanoussi-Bliss am Sonntag mit Kollegin Nina Bott aus dem Nähkästchen. 18 Jahre lang war er Teil der beliebten ZDF-Krimiserie „Der Alte“ – doch die finanzielle Absicherung lässt trotz dieser langen Zeit zu wünschen übrig.
„Ich habe in all den Jahren nur 1.100 Euro Rente erarbeitet“, erklärte der Schauspieler sichtlich bewegt. Er erklärte, dass er während seiner gesamten Zeit bei „Der Alte“ nur mit Kettenverträgen beschäftigt war – befristete Verträge, die immer wieder verlängert wurden. „Das würde kein Postangestellter zwei Jahre mit sich machen lassen“, kritisierte Sanoussi-Bliss die prekären Arbeitsbedingungen in der Branche.
Pierre Sanoussi-Bliss redet über die Schattenseiten des Schauspielerlebens
Bei Ex-GZSZ-Darstellerin Nina Bott stießen seine Worte auf offene Ohren. Sie stimmte zu, dass die Film- und Fernsehbranche trotz des vermeintlichen Glanzes oft keine Sicherheit biete. „Das wissen die meisten gar nicht“, sagte sie.
Pierre Sanoussi-Bliss macht mit seinem Lagerfeuer-Geständnis die finanzielle Unsicherheit vieler Schauspieler:innen in Deutschland deutlich. Trotz langjähriger Arbeit an einer erfolgreichen Serie blieb ihm nur eine geringe Altersvorsorge. Auch am Set gab es offenbar keine verlässlichen Perspektiven: Die ständige Unsicherheit, ob und wann der Vertrag verlängert wird, belastete ihn über Jahre.
„Die Zuschauer wollen uns leiden sehen“
Diese Zustände sind kein Einzelfall. Viele Schauspieler:innen sind freiberuflich tätig, was bedeutet, dass sie ihre Sozialversicherung und Altersvorsorge selbst finanzieren müssen. Regelmäßige Engagements wie in einer Serie bieten zwar eine gewisse Stabilität, doch bleibt diese oft zeitlich begrenzt – und auch die Bezahlung ist oft nicht so hoch, wie viele Zuschauer:innen annehmen.
Zudem brachte Sanoussi-Bliss am Sonntag auch das Prinzip des Dschungelcamps auf den Punkt: „Die Zuschauer wollen uns leiden sehen“.

