HomeMedienFernsehenLilly Becker ist Dschungelkönigin: Tränen, Triumph und ein starkes Zeichen gegen Hass

Lilly Becker ist Dschungelkönigin: Tränen, Triumph und ein starkes Zeichen gegen Hass

Ein emotionales Finale bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“: Lilly Becker gewinnt die Dschungelkrone, während Pierre Sanoussi-Bliss als Zweitplatzierter ein wichtiges Statement gegen homophoben Hass setzt.

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Lilly Becker ist die neue Dschungelkönigin. Im packenden Finale der RTL-Show „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ setzte sie sich gegen die jüngste Teilnehmerin der Staffel, Alessia Herren, und den schwulen Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss durch. Besonders in der queeren Community hatte Sanoussi-Bliss viele Fans hinter sich – sein unerwarteter Finaleinzug wurde als starkes Zeichen für Diversität gefeiert.

„Was ist denn los mit diesem Land?“, fragte Sanoussi-Bliss ungläubig kurz vor der finalen Verkündung. Auch Medienexpert:innen sahen das Zuschauer-Voting als klares Bekenntnis zu mehr Vielfalt. Bronze holte letztlich Alessia Herren, die Tochter des verstorbenen Entertainers Willi Herren.

Sanoussi-Bliss zeigte im Dschungelcamp Haltung

Becker überzeugte die Fans durch Authentizität, Mut und ihre ausgleichende Art. Sie schlüpfte oft in die Rolle der Vermittlerin, wenn es zu Konflikten im Camp kam, und trat in jeder Prüfung an.

Sanoussi-Bliss brachte mit seinem Humor Leichtigkeit ins Camp, sorgte aber auch für Aufsehen. Ein Spruch wie „Herren sind herrlich, Damen sind dämlich“ wurde kontrovers diskutiert. Gleichzeitig setzte er ein klares Zeichen gegen Homophobie. Besonders als er den Ex-Sportreporter Jörg Dahlmann mit dessen klischeebeladenen Aussagen konfrontierte, zeigte sich sein Gespür für gesellschaftliche Themen.

„Hier sitze ich als Mensch“

Sichtlich bewegt erklärte der 62-Jährige im Finale: „Hier sitze ich als Mensch.“ Sein Dank an das RTL-Team rührte sogar Moderator Jan Köppen. Lilly Becker lobte ihn als „gute Seele“, und auch im Netz feierten viele Fans seinen ehrlichen und mutigen Auftritt.

Humor bewies Sanoussi-Bliss bis zum Schluss. In seiner finalen Essensprüfung verspeiste er mit stoischer Ruhe Krokodilhoden, pürierte Kuhvagina und ein angebrütetes Hühnerei – um anschließend nach einem Fünf-Uhr-Tee zu verlangen.

Ein klares Statement gegen Hass

Lilly Becker gewann schließlich unter Tränen die Dschungelkrone sowie 100.000 Euro Preisgeld. Noch emotionaler wurde es, als sie nach Tagen der Trennung ihren Sohn Amadeus in die Arme schließen konnte.

Für Sanoussi-Bliss war der zweite Platz mehr als ein persönlicher Erfolg. Er sprach offen über den Hass, dem er als schwarzer, homosexueller Mann in den sozialen Medien ausgesetzt ist. Doch sein Abschiedswort machte Hoffnung: „Dass ich als ‚Dschungelprinzessin‘ ins Finale gekommen bin, zeigt mir, dass es doch noch wirklich vernünftige, anständige Leute in diesem Land gibt, die einen sympathisch finden. Das macht schon Mut zwischen all diesen blöden Hasskommentaren.“

Und wer das Finale verpasst hat, kann es auf der Streamingplattform RTL+ nachsehen.

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