HomeNewsChronikJunger trans Mann in New York wochenlang gequält und dann brutal ermordet

Junger trans Mann in New York wochenlang gequält und dann brutal ermordet

Die Polizei in New York ermittelt wegen Mordes an Sam Nordquist, einem 24-jährigen trans Mann aus Minnesota. Er wurde über Wochen hinweg misshandelt, bevor er starb. Fünf Personen wurden angeklagt.

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Die Polizei des Bundesstaates New York hat fünf Personen im Zusammenhang mit der Ermordung von Sam Nordquist festgenommen. Der 24-jährige trans Mann aus Minnesota war am 9. Februar als vermisst gemeldet worden, nachdem seine Familie sich Sorgen um sein Wohlergehen gemacht hatte. 

Wochenlange Gewalt vor dem Tod

Am 13. Februar fanden Ermittler schließlich menschliche Überreste auf einem Feld im Yates County, rund 80 Kilometer südöstlich von Rochester. Die sterblichen Überreste werden derzeit in der Rechtsmedizin auf die Identität des Opfers untersucht.

Die Polizei bestätigt, dass er über Wochen hinweg schwer misshandelt wurde – körperlich und psychisch. Er lebte zuletzt in einem Motel im Bundesstaat New York, wo er zwischen Dezember 2024 und Februar 2025 wiederholt schwer misshandelt wurde. 

Fünf Personen wurden festgenommen

Die Polizei spricht von einem „zutiefst verstörenden Muster von Missbrauch“, das letztlich zu seinem Tod führte. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden keine weiteren Details bekanntgegeben.

Fünf Personen im Alter zwischen 18 und 38 Jahren wurden festgenommen. Alle fünf wurden wegen Mordes zweiten Grades unter „depraved indifference“ (rücksichtslose Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben) angeklagt und befinden sich ohne Kaution in Untersuchungshaft.

Die Polizei ermittelt weiter

Laut Polizei haben die Verdächtigen Nordquists Leichnam nach seinem Tod in das ländliche Yates County transportiert, offenbar um die Tat zu vertuschen. Eine Autopsie im Monroe County Medical Examiner’s Office wird nun die genaue Todesursache klären.

Ein Hassverbrechen kann nicht ausgeschlossen werden. Die Behörden ermitteln weiterhin. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich um ein Hassverbrechen handeln könnte, und prüft die Beziehungen zwischen Nordquist und den Verdächtigen.

„Ein erschreckendes Muster von Gewalt und Missbrauch“

„Unsere Ermittlungen zeigen ein erschreckendes Muster von Gewalt und Missbrauch, das letztlich zu Sams tragischem Tod führte“, sagte Captain Kelly Swift von der New Yorker Staatspolizei. Sie sprach von einem der schlimmsten Fälle, die sie in ihrer 20-jährigen Laufbahn erlebt habe.

Auch LGBTI-Community ist tief betroffen. Mitglieder des Stadtrats von Rochester drückten ihre Anteilnahme aus und betonten ihre Unterstützung für trans Personen. „Unsere trans und LGBTQIA+ Bewohnerinnen und Bewohner sind ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft“, erklärten die Stadträte Mary Lupien, Stanley Martin und Kim Smith. „Wir setzen uns weiterhin für ihre Sicherheit und Rechte ein.“

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