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[Update] Nach Rekord-Störung: Dating-Plattform Romeo wieder online

Beliebte Plattform war mehr als sieben Stunden lang nicht erreichbar - die Gründe dafür sind noch unklar. User berichten von wiederholten Problemen in letzter Zeit.

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Ein großes technisches Problem hat am Dienstag die unter schwulen und bisexuellen Männern beliebte Dating-Plattform Romeo (früher PlanetRomeo oder GayRomeo) lahmgelegt. Sie war mehr als sieben Stunden lang nicht erreichbar. Nun dürfte die Ursache für das Problem gefunden sein – öffentlich kommuniziert wurde diese aber noch nicht.

„Vielleicht ist es Zeit für eine Kaffeepause“, scherzte das Romeo-Team noch zu Beginn der Störung

Gegen 15.46 Uhr bestätigte Romeo auf dem Kurznachrichtendienst X (früher Twitter) den Ausfall. „Wir tun unser Bestes, um das Problem so schnell wie möglich zu lösen“, versprühte man zu Beginn noch Zweckoptimismus. Zu diesem Zeitpunkt war man zuversichtlich, das Problem schnell lösen zu können.

Eine Stunde später hieß es, man sei weiter auf der Suche nach dem Fehler. „Vielleicht ist es Zeit für eine Kaffeepause“, empfahl man den Usern zu diesem Zeitpunkt noch mit einem Augenzwinkern. Doch das änderte sich im Laufe des Abends.

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„Es tut uns wirklich leid und wir verstehen, wie frustrierend das ist. Leider dauert es länger als erwartet, aber wir arbeiten hart daran, das Problem so schnell wie möglich zu beheben“, hieß es schließlich um 17.37 Uhr. Die folgenden Mitteilungen im Stundentakt klangen beschwichtigend, gaben aber wenig Hoffnung auf eine schnelle Lösung des Problems.

Seit 23 Uhr läuft Romeo wieder

Eine positive Meldung gab es vom Romeo-Team erst knapp nach 23 Uhr – und damit mehr als sieben Stunden nach der ersten Bestätigung des Ausfalls. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, hieß es auf X: „Wir haben das Problem lokalisiert und arbeiten daran, Romeo so schnell wie möglich wieder zum Laufen zu bringen!“ Was das Problem war, wurde allerdings nicht kommuniziert.

Erste Checks der GGG.at-Redaktion zeigten, dass die wichtigsten Funktionen in der App und auf der Website wieder funktioniert haben. User berichten aber noch am frühen Morgen, dass einige Funktionen wie die Umkreissuche noch immer fehlerhaft sind.

Verärgerung unter den Usern

Während es zunächst in den Kommentaren viel Verständnis für das Romeo-Team gab, war der Ärger der Usern imit zunehmender Dauer des Ausfalls deutlich spürbar. „Das ist wahrscheinlich das zehnte Mal, dass das passiert“, meint ein User, während ein anderer schreibt: „Nicht schon wieder.“

Vor allem User, die für den Plus-Account bei Romeo zahlen, sind verärgert. Tatsächlich hatte Romeo in den letzten Tagen immer wieder mit kleineren Ausfällen zu kämpfen – zu den Ursachen dazu hält sich der Betreiber ebenfalls bedeckt.

Wirklich problematisch war der Ausfall für eine weitere Kundengruppe des Portals: Mit Hunqz betreibt Romeo eine eigene Seite für Escorts, die in mehreren europäischen Ländern Marktführer ist. Für die dort registrierten Sexarbeiter bedeutete die Downtime einen beachtlichen finanziellen Schaden. Besonders bitter: Erst vor kurzem hat Romeo die Abo-Preise für Escort-Profile deutlich erhöht.

Mehr als ein reines schwules Dating-Portal

Romeo wurde im Jahr 2002 in Berlin gegründet und hat sich seitdem zu einer der größten Dating-Plattformen für schwule und bisexuelle Männer entwickelt. Besonders im deutschsprachigen Raum erfreut sich die Plattform nach wie vor großer Beliebtheit – auch, wenn man die internationale Konkurrenz von Apps wie Grindr deutlich spürt.

Ein zentrales Merkmal von Romeo ist die offene und communityorientierte Ausrichtung. Neben klassischen Dating-Funktionen gibt es Gruppen, Foren und soziale Initiativen. Im Vergleich zu anderen Dating-Apps legt die Plattform auch großen Wert auf eine datenschutzfreundliche Umgebung.

Weiters engagiert sich Romeo aktiv für LGBTI-Rechte. Das Unternehmen unterstützt verschiedene Community-Projekte und arbeitet mit Organisationen zusammen, die sich für Gleichberechtigung und Schutz einsetzen.

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