Eine 26-jährige trans Frau und ihre 25-jährige Begleiterin erstatteten am Dienstagmittag Anzeige auf einer Polizeiwache: Laut ihrer Aussage wurden sie am Sonntagabend nach dem Besuch eines Fitnessstudios in der Skalitzer Straße von zwei unbekannten Männern verfolgt. Einer der Männer soll versucht haben, gegen den Schuh der 26-Jährigen zu treten, auf dem eine Regenbogenflagge abgebildet war.
Eskalation am U-Bahnhof Kottbusser Tor
Nach dem ersten Angriff entfernten sich die Unbekannten zunächst. Doch kurze Zeit später trafen die Frauen die Männer erneut am U-Bahnhof Kottbusser Tor. Dort folgten die Unbekannten ihnen auf den Bahnsteig. Einer der Männer soll die Frauen daraufhin angespuckt haben. Anschließend verließen die Täter den Ort.
Die Berliner Polizei hat Ermittlungen wegen Beleidigung und versuchter Körperverletzung aufgenommen. Hinweise zu den Tätern gibt es bislang nicht.
Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen
Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben.
Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

