Die Berliner Polizei wurde in der Nacht zum Montag wegen einer Körperverletzung in die Sonnenallee gerufen. Nach ersten Erkenntnissen soll ein unbekannter Mann gegen 3 Uhr einen 36-Jährigen angesprochen und gefragt haben, ob er schwul sei. Anschließend soll er eine schwulenfeindliche Äußerung gemacht haben.
Als der 36-Jährige die Frage verneinte, habe sich der Täter zunächst abgewandt, dann jedoch plötzlich ein Reizgasspray eingesetzt. Dabei wurde nicht nur der angesprochene Mann, sondern auch eine 74-jährige Frau, die daneben saß, verletzt. Der Unbekannte soll dem Mann zudem ins Gesicht geschlagen haben.
Täter flüchtet in Richtung Schönstedtstraße
Nach dem Angriff flüchtete der Tatverdächtige in Richtung Schönstedtstraße. Eine sofortige medizinische Versorgung lehnten beide Verletzten ab.
Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat der Direktion 5 (City) übernommen. In der ersten Mitteilung der Polizei wurden keine weiteren Angaben zu den Beteiligten oder möglichen Hintergründen gemacht.
Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen
Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben.
Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

