HomeNewsChronikBrutaler Mord an trans Mann: Sieben Verdächtige plädieren auf nicht schuldig

Brutaler Mord an trans Mann: Sieben Verdächtige plädieren auf nicht schuldig

Sieben Personen sind im US-Bundesstaat New York angeklagt, den 24-jährigen trans Mann Sam Nordquist monatelang gefangen gehalten, gefoltert und schließlich ermordet zu haben. Sie plädieren alle auf nicht schuldig.

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Sieben Angeklagte müssen sich vor einem Gericht im US-Bundesstaat New York wegen des Todes von Sam Nordquist verantworten. Die Anklage wirft ihnen vor, den schwarzen trans Mann aus Minnesota über einen Monat lang gefoltert zu haben.

Brutale Details des Falls schockieren nicht nur die Öffentlichkeit

Sie sollen Nordquist geschlagen, sexuell missbraucht und verhungern lassen sowie ihm Fäkalien, Urin und Tabaksaft eingeflößt haben. Die Angeklagten sollen ihn auch mit Bleichmittel übergossen und mit Klebeband gefesselt haben. Die Staatsanwaltschaft beschreibt die mutmaßliche Behandlung von Nordquist als „unvorstellbar grausam“.

Der Anklage zufolge waren auch zwei strafunmündige Kinder, sieben und zwölf Jahre alt, in die Misshandlungen verwickelt. Die Hauptverdächtige, Precious Arzuaga, soll sie dazu gezwungen haben, sich an den Taten zu beteiligen.

Sieben Angeklagte plädieren auf nicht schuldig

Am Dienstag erschienen alle sieben Verdächtigen vor einem Gericht in Ontario County. Neben Arzuaga (38) sind auch Thomas Eaves (21), Jennifer Quijano (30), Kyle Sage (33), Patrick Goodwin (30), Emily Motyka (19) und Kimberly Sochia (29) angeklagt. Ihnen droht im Falle einer Verurteilung lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung.

Die Anklage lautet auf Mord ersten und zweiten Grades, Entführung, Verschwörung, Gefährdung des Kindeswohls, Verbergen einer Leiche und – in vier Fällen – schwere sexuelle Nötigung. Arzuaga allein ist zusätzlich wegen Nötigung angeklagt, da sie die Kinder zur Teilnahme gezwungen haben soll.

Ermittlungen laufen weiter

Nordquist war im September aus Minnesota nach New York gereist, um Arzuaga zu treffen, die er online kennengelernt hatte. Seine Familie meldete ihn am 9. Februar als vermisst. Drei Tage später fanden Ermittler seine in Plastik gewickelte Leiche auf einem Feld in Yates County.

LGBTI-Organisationen forderten die Behörden auf, Nordquists Tod als Hassverbrechen zu untersuchen. Die Staatsanwaltschaft erklärte jedoch, dass die Anklage auf Mord ersten Grades mehr Strafe zulasse als ein Hassverbrechen. „Ein Hassverbrechen würde diese Tat auf Sams Geschlecht oder Hautfarbe reduzieren“, so die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Kelly Wolford: „Es ist so viel größer als das.“

Prozessbeginn für September geplant

Das Gericht setzte den 9. April als nächsten Termin für die Anhörung fest. Unklar ist, ob sie gemeinsam oder in separaten Verfahren vor Gericht gestellt werden. Der eigentliche Prozess wird voraussichtlich im September beginnen.

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