Die Musikszene trauert noch immer um AnNa R., die Stimme des Pop-Duos Rosenstolz. Die 55-Jährige wurde am Sonntagabend tot in ihrer Wohnung in Berlin-Friedrichshain entdeckt. Ihr treuer Mischlingshund Emil wich bis zuletzt nicht von ihrer Seite.
Freunde von AnNa R. hatten gegen 19.24 Uhr den Notruf gewählt, nachdem sie sich Sorgen um die Sängerin gemacht hatten. Die alarmierten Rettungskräfte versuchten noch, sie zu reanimieren – jedoch ohne Erfolg.
Obduktion soll Todesursache klären
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. „Wir haben ein Verfahren eröffnet, um die Todesursache zu klären“, erklärte Sprecher Sebastian Büchner. Eine Obduktion sei angesetzt worden.
Bislang gebe es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. „Massive Gewalteinwirkung wurde nicht festgestellt“, heißt es aus Ermittlerkreisen. Dennoch könne man äußere Einflüsse noch nicht vollständig ausschließen.
AnNa R. lag wohl schon länger tot in der Wohnung
Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass die Sängerin nicht erst am Sonntag verstarb. „Vieles deutet darauf hin, dass sie schon eine gewisse Zeit dort gelegen hat“, sagte ein Beamter der Boulevardzeitung Bild. Laut ersten Berichten habe man sie mit etwas Blut vor dem Mund gefunden. Schnitt- oder Stichverletzungen gab es aber keine.
Die endgültigen Testergebnisse werden erst in einigen Wochen erwartet. „Die Auswertung kann zwei bis drei Monate dauern“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, werde weiter ermittelt.
Keine öffentliche Trauerfeier für die Fans
Die Eltern von AnNa R. haben entschieden, dass es keine öffentliche Trauerfeier geben wird. Die Beisetzung soll im engsten Familienkreis und ohne Medienpräsenz stattfinden.
Rosenstolz, das Duo aus AnNa R. und Peter Plate, prägte die deutsche Popmusik über Jahrzehnte. Mit Songs wie „Liebe ist alles“ oder „Ich bin ich“ feierten sie große Erfolge. Der plötzliche Tod der Sängerin hat in der Musikszene und bei den Fans tiefe Trauer ausgelöst.

