Im Fall der am Freitag bekannt gewordenen Hasskriminalität sind am Sonntag 13 Verdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Das gab Christian Kroschl von der Staatsanwaltschaft Graz am Nachmittag bekannt.
Die Ermittlungen dauern auch heute noch an
Es handle sich um jene Personen, deren Einlieferung in die Justizanstalt bereits von der Staatsanwaltschaft angeordnet worden sei. Für die in der Slowakei festgenommenen Verdächtigen sei bei den dortigen Behörden ein Auslieferungsantrag gestellt worden.
Die Ermittlungen dauerten an. Bisher habe es nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft 18 Festnahmen und 26 Hausdurchsuchungen gegeben. Bei den Hausdurchsuchungen seien „zahlreiche Gegenstände sichergestellt und die Datenträger der Beschuldigten zur kriminaltechnischen Auswertung beschlagnahmt“ worden, so Kroschl. Im Zuge der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Graz wegen Hasskriminalität wurden bislang 18 Personen festgenommen.
Die meisten Opfer sind schwule und bisexuelle Männer
Die meisten Opfer sind schwule oder bisexuelle Männer. Sie wurden über entsprechende Plattformen mit Fake-Dates in eine Falle gelockt und dann zu unrecht der Pädophilie bezichtigt. Anschließend wurden sie beraubt, verletzt und gedemütigt. Es besteht der Verdacht der vorsätzlichen schweren Körperverletzung, in einem Fall auch des versuchten Mordes. Bei Hausdurchsuchungen wurden Waffen und NS-Devotionalien gefunden.
Die Polizei geht von einer hohen Dunkelziffer bei Hasskriminalität aus. Aus diesem Grund wird erneut an die Opfer appelliert, sich mit dem LKA in Graz unter der Telefonnummer 059133 / 603333 in Verbindung zu setzen.

