Der 45-jährige Yoga-Lehrer Marcus Freiberger aus Phoenix im US-Bundesstaat Arizona wurde am 19. März tot in einem Steinbruch aufgefunden – knapp einen Monat, nachdem er zu einem Blind Date aufgebrochen war und danach als vermisst galt. Die Polizei hat die Todesursache bislang nicht veröffentlicht. Auch die Identität der Person, mit der sich Freiberger treffen wollte, ist weiterhin unbekannt.
Blind Date am Abend des Verschwindens geplant
Freiberger wurde zuletzt gut einen Monat vorher, am 21. Februar, in einem Parkhaus in der Innenstadt von Phoenix gesehen. Das Blind Date war laut Angaben seiner Familie der Anlass für seinen Ausflug – ob das Treffen tatsächlich stattgefunden hat, konnte bislang nicht geklärt werden.
„Er hat sich auf das Date gefreut, aber danach hörte niemand mehr etwas von ihm“, berichtete seine Kindheitsfreundin Amber Cranford. Noch am selben Abend wurde sein Handy abgeschaltet. Anrufe gingen direkt an den Anrufbeantworter des Netzbetreibers. Freunde und Familie zeigten sich schnell besorgt.
Warnsignal: Hund allein in der Wohnung
Ein erstes ernstes Warnzeichen war, dass Freibergers zweijähriger Hund Thomas allein in der Wohnung zurückblieb – untypisch für den Tierliebhaber. „Er hat seinen Hund nie allein gelassen. Wenn er wegging, organisierte er immer jemanden, der auf ihn aufpasste“, so Cranford weiter. Als klar wurde, dass auch das Auto verschwunden war und es keine weiteren Lebenszeichen gab, meldete die Familie ihn am 14. März offiziell als vermisst.
Leiche im Steinbruch entdeckt – Polizei sucht Hinweise zum Date
Fünf Tage nach der Vermisstenanzeige wurde eine männliche Leiche in einem abgelegenen Steinbruch südlich von Phoenix gefunden. Die Polizei identifizierte Marcus Freiberger durch Fingerabdrücke.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Zeit rund um das geplante Blind Date. Es ist derzeit nicht bekannt, über welche Plattform oder auf welchem Weg Freiberger die andere Person kennengelernt hatte. Die Polizei macht bislang keine Angaben dazu, ob Spuren oder Kommunikation im Vorfeld des Treffens gesichert werden konnten.
Familie und Freunde unter Schock
„Es ist mit schwerem Herzen, dass ich den tragischen Verlust meines Bruders bekannt gebe“, schrieb seine Schwester auf Facebook. „Wir danken euch allen für die Liebe und Unterstützung, die ihr Marcus entgegengebracht habt.“ Auch das Melrose Yoga Studio, in dem Freiberger unterrichtete, verabschiedete sich mit einer spirituellen Botschaft auf Sanskrit: „Möge die Seele Erlösung finden.“
Freiberger war seit drei Jahren in Phoenix und hatte sich dort als Yoga-Lehrer und Unternehmer etabliert. Seine Freunde beschreiben ihn als lebensfroh, engagiert und spirituell suchend.
Pickup weiterhin verschwunden – Polizei bittet um Hinweise zum Date
Ein zentrales Puzzlestück im Fall ist weiterhin das verschwundene Fahrzeug. „Ich will, dass jeder weiß: Der Truck ist immer noch weg“, sagte Amber Cranford. Das weiße 2021er GMC-Modell könnte Hinweise liefern, was nach dem Date geschah.
Die Polizei bittet nun die Öffentlichkeit von Phoenix um Mithilfe: Wer Informationen zum Blind Date oder dem Verbleib des Fahrzeugs hat, soll sich beim Phoenix Police Department melden.

