Ein 40 Jahre alter Mann soll in der vergangenen Nacht im Berliner Hansaviertel einen 32-Jährigen körperlich angegriffen und homophob beleidigt haben. Der Vorfall ereignete sich gegen Mitternacht auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Station Hansaviertel. Nach Angaben der Polizei trat und schlug der Tatverdächtige unvermittelt auf den jüngeren Mann ein.
Auseinandersetzung eskalierte auf Bahnsteig
Das Opfer setzte sich laut Polizeibericht mit Faustschlägen zur Wehr. Beide Männer lehnten eine medizinische Behandlung am Tatort ab, obwohl der Angreifer über Schmerzen im Gesicht klagte. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle bei dem 40-Jährigen ergab etwa 1,9 Promille. Aufgrund des hohen Werts ordnete eine Richterin eine Blutentnahme an.
Nach der erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei bestätigte, dass der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen hat. Das ist bei mutmaßlichen Hassverbrechen üblich. Die Vorwürfe lauten auf Körperverletzung und Beleidigung mit homophobem Hintergrund.
Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen
Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben.
Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

