HomeNewsChronikBrutale Übergriffe auf schwule Männer: Zwei Verdächtige wieder auf freiem Fuß

Brutale Übergriffe auf schwule Männer: Zwei Verdächtige wieder auf freiem Fuß

Zwei mutmaßliche Mitglieder eines gewalttätigen Netzwerks wurden am Sonntag aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Laut Staatsanwaltschaft Graz besteht keine Flucht- oder Verabredungsgefahr.

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Die Ermittlungen gegen eine mutmaßlich rechtsextreme Tätergruppe, die überwiegend schwule und bisexuelle Männer in Fallen gelockt und brutal misshandelt haben soll, laufen weiter auf Hochtouren. Am Sonntag wurden zwei junge Männer, beide Anfang 20 und österreichische Staatsbürger, nach ihrer Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft Graz begründete diesen Schritt mit fehlender Flucht- und Verdunkelungsgefahr.

Mindestens 17 Opfer – die Ermittlungen dauern weiter an

Das berichtet die Austria Presse Agentur (APA). Den beiden Burschen wird unter anderem die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Sie sollen Teil eines Netzwerkes gewesen sein, das gezielt homosexuelle Männer zu vermeintlichen Verabredungen gelockt und dann misshandelt, beraubt und gedemütigt hat.

Mindestens 17 Männer, die meisten von ihnen schwul oder bisexuell, wurden in den vergangenen Monaten Opfer dieser Taten, die den Behörden zufolge österreichweit begangen worden sein sollen. Die Untersuchungen werden von der Landespolizeidirektion Steiermark geführt. Die beiden nun freigelassenen Verdächtigen wurden am vergangenen Freitag in der Steiermark festgenommen.

Welche Strukturen stehen hinter dem Netzwerk?

Mit diesen beiden Festnahmen stieg die Gesamtzahl der Tatverdächtigen auf 20 Personen. Zudem wurden in Zusammenhang mit dem Fall bereits 28 Hausdurchsuchungen durchgeführt. In Untersuchungshaft befinden sich aktuell 13 Beschuldigte. Die Polizei hatte im Rahmen der Ermittlungen in sieben Bundesländern zugeschlagen.

Die Behörden prüfen derzeit weiter, ob sich aus den bisher gesicherten Beweisen neue Verdachtsmomente ergeben. Die Ermittlungen konzentrieren sich neben der strafrechtlichen Aufarbeitung auch auf die Frage, ob das Netzwerk größere Strukturen aufweist und möglicherweise weiterreichende politische oder organisatorische Hintergründe hat.

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