HomeNewsStars & PromisViktoria Schnaderbeck wird neue Botschafterin für Rat auf Draht

Viktoria Schnaderbeck wird neue Botschafterin für Rat auf Draht

Die Ex-Fußballerin und TV-Expertin setzt sich künftig für psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen in Österreich ein.

Hinweis
Dieser Beitrag ist älter als 1 Jahr.

Die ehemalige Kapitänin des österreichischen Frauen-Nationalteams, Viktoria „Viki“ Schnaderbeck, wird neue Botschafterin für Rat auf Draht. Die psychosoziale Notrufnummer 147 erhält damit prominente Unterstützung. Künftig möchte Schnaderbeck ihre Stimme nutzen, um auf Themen wie mentale Gesundheit und Kinderrechte aufmerksam zu machen.

Frühes Engagement und persönliche Erfahrungen

Schnaderbeck, die sich bereits während ihrer aktiven Fußballkarriere sozial engagierte, kennt Rat auf Draht seit ihrer Kindheit. „Mentale und psychische Gesundheit ist ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt“, sagt die 33-Jährige. In ihrer Laufbahn musste sie zahlreiche Rückschläge verkraften, darunter acht Knieoperationen. „Ich hatte eine großartige Karriere, aber es gab auch nicht so schöne Zeiten“, so Schnaderbeck.

Sie erinnert sich an Phasen, in denen sie sich in der männerdominierten Fußballwelt allein fühlte. Damals habe sie gelernt, wie wichtig es sei, Hilfe anzunehmen: „Das ist es, was ich vermitteln will.“ Besonders für junge Menschen seien die psychischen Belastungen heute deutlich höher als früher.

Rat auf Draht will Schwellen abbauen

Nora Deinhammer, Geschäftsführerin von Rat auf Draht, freut sich über die neue Partnerschaft: „Viktoria Schnaderbeck ist ein Vorbild für viele junge Menschen in Österreich. Ihre authentische und ehrliche Art hilft, das Thema Unterstützung noch zugänglicher zu machen.“ Ziel sei es, Hemmschwellen abzubauen und niederschwellige Angebote sichtbarer zu machen.

Schnaderbeck unterstützt zunächst das Kinderrechte-Projekt von elternseite.at, dem Beratungsangebot für Eltern von Rat auf Draht. In einer Videoreihe auf Social Media spricht sie offen über Herausforderungen im Elternalltag.

Eigene Mutterschaft als zusätzlicher Antrieb

„Ich bin mittlerweile auch selbst Mutter“, sagt Schnaderbeck, die mit ihrer Frau Anna Mutter geworden ist. Ihre Tochter ist aktuell ein Jahr alt. „Ich weiß, welche Herausforderungen entstehen können. Man ist keine Einzelkämpferin mehr, sondern übernimmt Verantwortung für einen anderen Menschen.“

Gerade als Mutter wünsche sie sich Zugang zu Informationen und rechtlicher Orientierung. Ihr Kind solle in einem Umfeld aufwachsen, in dem es normal sei, sich Hilfe zu holen.

Langfristige Zusammenarbeit geplant

Die Partnerschaft zwischen der ehemaligen Profisportlerin und dem Beratungsdienst ist langfristig angelegt. Geplant sind weitere gemeinsame Projekte zu den Themen psychische Gesundheit und Kinderrechte.

„Diese Themen muss man nicht nur in Beratungen behandeln, sondern auch öffentlich über einen längeren Zeitraum sichtbar machen“, erklärt Schnaderbeck. „Ich möchte aktiv dazu beitragen können.“

Mehr News