HomeNewsChronikQueerfeindlicher Angriff auf 60-Jährigen in Frankfurt

Queerfeindlicher Angriff auf 60-Jährigen in Frankfurt

Am Ostersamstag wurde ein 60-jähriger Mann in Frankfurt/Main Opfer eines queerfeindlichen Angriffs. Eine Gruppe Jugendlicher griff ihn körperlich an und besprühte ihn mit einer reizenden Flüssigkeit. Die Polizei bittet nun um Hinweise von Zeug:innen.

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Am Abend des 19. April gegen 22.15 Uhr kam es in Frankfurt am Main in der Friedberger Anlage im Nordend zu einem gewalttätigen Übergriff. Der Betroffene, ein 60-jähriger Mann, der sich der Homosexuellen-Szene zugehörig fühlt, war zu Fuß vom Regenbogenviertel in Richtung der Grünanlage unterwegs. Dort traf er auf eine größere Gruppe Jugendlicher.

Nach Angaben der Polizei stürmten etwa 10 bis 12 Personen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren auf den Mann zu. Die Gruppe habe ihn zunächst verbal und körperlich bedroht, woraufhin er zu flüchten versuchte. Auf seiner Flucht in Richtung Palmstraße hörte der Mann eine Glasflasche hinter sich auf dem Boden zerschellen.

Reizgas gegen das am Boden liegende Opfer

Kurz vor der Überquerung der Straße zwischen Friedberger Anlage und Palmstraße holten die Angreifer den Mann ein. Sie stießen ihn zu Boden, indem sie ihm die Beine wegtraten. Im Anschluss daran wurde aus der Gruppe heraus eine reizende Flüssigkeit – vermutlich Tränengas – gegen den am Boden liegenden Mann eingesetzt.

Laut Polizei ließen die Täter schließlich von dem Mann ab, als eine Fahrradfahrerin sowie mehrere Autos an der Szene vorbeifuhren. Danach flüchtete die Gruppe in unbekannte Richtung. Der verletzte Mann konnte sich in Sicherheit bringen und informierte später die Polizei.

Beschreibung der Täter und Zeugenaufruf

Der Geschädigte beschreibt die Angreifer als Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren, etwa 175 bis 180 Zentimeter groß. Weitere Details zur Kleidung oder zum Aussehen der Personen sind derzeit nicht bekannt.

Die Polizei Frankfurt hat die Ermittlungen aufgenommen und spricht von einem queerfeindlichen Hintergrund der Tat. Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise auf die Personengruppe geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer +49/(0)69/755-10100 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

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