Zwei Männer im Alter von 28 und 26 Jahren wurden am frühen Sonntagmorgen in der Frankfurter Innenstadt attackiert. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Übergriff gegen ein Uhr nachts auf der Großen Friedberger Straße. Zunächst beleidigte ein bislang unbekannter Mann die beiden Fußgänger. Der verbale Angriff eskalierte schnell. Der Täter schlug und trat den 28-jährigen Mann und attackierte anschließend auch dessen Begleiter, als dieser schlichten wollte.
Zwei Täter beteiligt – einer flüchtete auf Fahrrad
Ein zweiter Täter mischte sich in die Auseinandersetzung ein. Er fuhr mit einem weißen Mountainbike an den beiden Männern vorbei und schlug dem 28-Jährigen mit der Hand ins Gesicht. Der Mann zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Beide Angreifer flüchteten nach dem Angriff in unbekannte Richtung. Die Polizei wertet den Vorfall als queerfeindlichen Übergriff und hat Ermittlungen aufgenommen.
Um den Fall aufzuklären, veröffentlichte die Frankfurter Polizei eine detaillierte Beschreibung der beiden gesuchten Männer. Der erste Täter soll etwa 180 Zentimeter groß und zwischen 25 und 30 Jahre alt sein. Er hat schwarze, kurze Haare und trug bei der Tat eine weiß-beige Jacke der Marke The North Face, eine schwarze Hose sowie eine schwarze Basecap.
Der zweite Täter, der als Fahrradfahrer in Erscheinung trat, trug einen gelb-beigen Hoodie, eine graue Jogginghose, weiße Sneaker und einen grauen Rucksack. Das benutzte Fahrrad war ein weißes Mountainbike mit blauen Applikationen.
Ermittler bitten um Mithilfe der Öffentlichkeit
Die Polizei bittet nun mögliche Zeug*innen, sich mit Hinweisen zu den Tätern unter der Rufnummer +49/(0)69/755 10100 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Erst wenige Tage zuvor war es in Frankfurt zu einem weiteren queerfeindlichen Angriff gekommen. Am Karsamstag verfolgte eine Gruppe Jugendlicher einen 60-jährigen Mann in einer Grünanlage. Die Jugendlichen warfen eine Glasflasche, schubsten das Opfer, traten ihm die Beine weg und besprühten ihn schließlich mit Reizgas. Die Polizei prüft Zusammenhänge zwischen den Vorfällen.
Die Ermittlungen zu den beiden Fällen laufen. Nach Angaben der Polizei nehmen die Übergriffe auf queere Menschen in der Region zu. Die Behörden rufen daher zu besonderer Aufmerksamkeit und Zivilcourage auf. Wer verdächtige Beobachtungen macht, soll sich zeitnah an die Polizei wenden.

