HomeNewsStars & PromisKanye West: „Ich bin schwul“ – Chaotischer Livestream wirft Fragen auf

Kanye West: „Ich bin schwul“ – Chaotischer Livestream wirft Fragen auf

In einem verwirrenden Livestream spricht der Rapper über seine Sexualität, sein Erbe und seine Kinder – begleitet von Schimpftiraden und bizarren Aussagen.

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Der US-Rapper Kanye West, der sich seit einiger Zeit nur noch Ye nennt, hat mit einem wirren Livestream weltweit für Schlagzeilen gesorgt. In dem Video erklärt der 47-Jährige mehrfach, er sei schwul – und verbindet das mit heftigen Angriffen auf seine Ex-Frau Kim Kardashian sowie Aussagen zu seinem persönlichen und künstlerischen Vermächtnis.

Verwirrung über angebliches Coming-out

Während des Livestreams trug West eine schwarze Kapuze und eine Gesichtsmaske. Die Aufnahme zeigt ihn wütend und emotional aufgeladen. „Ich bin nicht euer Idol, ich bin der Anführer“, rief er in die Kamera. „Ich bin schwul. Twigs ist für mein Erbe verantwortlich, und ich bin schwul, Nigga“, sagte West unter anderem.

In den sozialen Netzwerken entbrannte eine Debatte über die Authentizität von Wests Aussage. Auf Reddit diskutierten Nutzer:innen, ob der Rapper tatsächlich „I’m gay“ gesagt habe oder ob es sich um ein akustisches Missverständnis – möglicherweise mit den Worten „I’m Ye“ – handelte. Viele gaben jedoch an, das Wort „gay“ eindeutig verstanden zu haben. Die Szene ist inzwischen viral gegangen.

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Nackt-Auftritt von Ehefrau Bianca Censori wirft weitere Fragen auf

Auch der Kontext des Livestreams wirft Fragen auf. Kanye West wirkte aufgebracht und beklagte, dass er seine vier Kinder nicht regelmäßig sehen könne. Er kündigte rechtliche Schritte gegen Kim Kardashian an. West und Kardashian waren von 2014 bis 2022 verheiratet und haben vier gemeinsame Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren.

Im Livestream ist auch seine aktuelle Ehefrau Bianca Censori zu sehen – in einem fast durchsichtigen Kleid. Die beiden sind seit 2022 verheiratet und treten immer wieder in provokanten Outfits in der Öffentlichkeit auf, zuletzt bei den Grammy Awards 2025.

Trotz der öffentlichen Beziehung zu Censori bekräftigte West in dem Video, dass er schwul sei. „Ich versuche, Kontrolle über mein Erbe zu erlangen, und ich bin schwul“, sagte er. Ein Widerspruch, der erneut Spekulationen über Wests Geisteszustand auslöst.

Vorwürfe von Inzest und antisemitischen Aussagen

Bereits einige Tage zuvor hatte West mit einem beunruhigenden Post auf der Plattform X (früher Twitter) für Aufregung gesorgt. Darin behauptete er, bis zum Alter von 14 Jahren eine sexuelle Beziehung mit seinem Cousin gehabt zu haben. Diese Aussage verband er mit der Ankündigung eines neuen Liedes mit dem Titel „Cousins“. Später postete er ein Regenbogen-Emoji und erklärte: „Das ist mein neues Logo“. Kurz darauf relativierte er jedoch alles und erklärte, er sei doch nicht schwul.

Die jüngsten Aussagen reihen sich in eine lange Liste umstrittener und teilweise menschenverachtender Äußerungen Wests ein. In den vergangenen Jahren fiel er unter anderem mit antisemitischen Aussagen, Holocaustleugnung und der Aussage „Ich liebe Hitler“ auf. 2024 erklärte er in einem Interview: „Ich bin ein Nazi“, später bot er halbherzige Entschuldigungen an.

Kritik aus der Community und Debatte um mentale Gesundheit

In der queeren Community werfen viele West vor, Homosexualität zu instrumentalisieren, um Aufmerksamkeit zu erregen und zu provozieren. Auch seine wiederholte Nähe zu homophoben Positionen – etwa im Zusammenhang mit der rechtsextremen Aktivistin Candace Owens – sorgte bereits in der Vergangenheit für Proteste.

Ob es sich bei Kanye Wests Aussage um ein ernst gemeintes Coming-out oder nur um einen weiteren Ausbruch in einer Reihe verwirrender öffentlicher Auftritte handelt, bleibt unklar. Seine Fans und Beobachter weltweit reagieren mit Bestürzung, Verwirrung und Kritik.

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