Am späten Dienstagabend ist es im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg erneut zu einem queerfeindlichen Vorfall gekommen. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der mutmaßliche Angriff gegen 22:30 Uhr in der Landsberger Allee.
21-Jährige berichten von queerfeindlichen Beleidigungen
Zwei 21-jährige Personen alarmierten die Polizei und schilderten, dass sie kurz zuvor aus einer Gruppe von etwa 15 bis 20 Personen heraus queerfeindlich beleidigt und mit Gegenständen beworfen worden seien. Verletzt wurde bei dem Vorfall laut Polizei niemand. Die Tätergruppe habe sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits vom Tatort entfernt.
Eine sofort eingeleitete Fahndung im näheren Umfeld blieb erfolglos. Wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die weiteren Ermittlungen übernommen.
Bereits wenige Tage zuvor war es im selben Stadtteil zu einem weiteren queerfeindlichen Vorfall gekommen. Unbekannte hatten am Wochenende eine Regenbogenflagge an der queeren „Tipsy Bear Bar“ angezündet. Als Reaktion auf diesen Angriff fand am Dienstag eine Solidaritätskundgebung vor der Bar statt.
Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen
Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben.
Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

