HomePolitikInlandHassverbrechen: Zwölf Tatverdächtige bleiben in U-Haft

Hassverbrechen: Zwölf Tatverdächtige bleiben in U-Haft

Im Fall mutmaßlicher Hassverbrechen gegen Männer in Österreich laufen die Ermittlungen weiter. Zwölf Verdächtige bleiben in Untersuchungshaft – eine Person wurde unter Auflagen entlassen.

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Im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Serie von Hassverbrechen bleiben zwölf von insgesamt etwa 20 Tatverdächtigen weiter in Untersuchungshaft. Das gab die Staatsanwaltschaft Graz am Mittwoch bekannt. Eine Person wurde unter Auflagen aus der Haft entlassen. Die Ermittlungen betreffen brutale Übergriffe, bei denen Männer unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu Treffpunkten gelockt und dort teils schwer misshandelt wurden.

Festnahmen in sieben Bundesländern

Die Polizei hatte bereits am 21. März in den frühen Morgenstunden Hausdurchsuchungen und Festnahmen in sieben Bundesländern durchgeführt. Nur Kärnten und Vorarlberg waren nicht betroffen. Laut Behörden wurden die Aktionen zentral vom Landeskriminalamt Steiermark koordiniert. Ziel war es, eine Tätergruppe zu zerschlagen, die unter dem Vorwand von Dates Männer zu Treffpunkten gelockt haben soll. Dort kam es laut Polizeiangaben zu Gewalttaten, Demütigungen und Drohungen.

Nach bisherigen Erkenntnissen war etwa ein Drittel der Opfer schwul oder bisexuell. Die Täter sollen den Betroffenen unter anderem den Kopf rasiert oder sie gezwungen haben, nahe Angehörige anzurufen und vermeintliche Sex-Dates zu gestehen. Einige Opfer erlitten schwerste Verletzungen, wurden beraubt oder mit dem Tod bedroht. Die Verdächtigen im Alter zwischen 14 und 26 Jahren zeigten sich bislang großteils geständig. Laut Polizeikreisen fehle es jedoch an echtem Unrechtsbewusstsein oder Reue.

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Gelindere Mittel bei einer Person ausreichend

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Austria Presse Agentur (APA) erklärte, habe man bei einer Person trotz weiterhin bestehender Haftgründe eine Entlassung gegen gelindere Mittel für vertretbar gehalten. Die Betroffene musste Gelöbnisse ablegen und hat sich an strenge Auflagen zu halten. Details zu diesen Auflagen wurden nicht öffentlich gemacht.

Wie viele Opfer es insgesamt gibt, ist noch unklar immer. Die zuständigen Behörden appellieren weiterhin an mögliche weitere Betroffene, sich zu melden. Der Schutz der Opfer habe höchste Priorität, betonen Polizei und Staatsanwaltschaft. Hinweise und Kontaktaufnahmen sind unter der Telefonnummer 059133/60-3333 oder per E-Mail an [email protected] möglich.

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