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JJ beim Bundeskanzler: „Stolz, Queer-Community repräsentieren zu dürfen“

Tränen, Applaus und große Worte: ESC-Gewinner JJ wurde im Bundeskanzleramt gefeiert. Politik und Publikum zeigten sich gleichermaßen gerührt und stolz.

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Nach seinem umjubelten Sieg beim Eurovision Song Contest 2025 ist JJ am Montag im Bundeskanzleramt in Wien empfangen worden. Die Begegnung mit Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) sowie Tourismusministerin Elisabeth Zehetner (ÖVP) wurde zu einem der emotionalsten Momente seiner bisherigen ESC-Reise.

Der Sänger, der mit seiner Ballade „Wasted Love“ ganz Europa berührte, sprach mit zitternder Stimme vor den versammelten Gästen: „Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Ihr gehört auch schon zur Familie.“ Während seiner Dankesworte kämpfte JJ sichtbar mit den Tränen. „Mah, ich will nicht in Tränen ausbrechen. Das ist böse“, sagte er sichtlich gerührt.

Bundeskanzler zeigt sich stolz und betont Vielfalt

Bundeskanzler Stocker lobte den Künstler in seiner Rede und hob die Bedeutung des ESC-Siegs hervor: „Es war für uns alle ein sehr schöner Tag, eigentlich eine sehr schöne Nacht.“ Der Erfolg unterstreiche die Vielfältigkeit der österreichischen Kunst und Kultur. Stocker verwies auf die Verbindung von klassischer und moderner Musik und zeigte sich überzeugt, dass der Sieg auch wirtschaftliche Auswirkungen haben werde.

„Wir sind eines der reichsten Länder der Welt“, sagte der Kanzler mit Blick auf die Finanzierung des Eurovision Song Contests 2026, der nun in Österreich stattfinden wird. Auf der Plattform X veröffentlichte Stocker ein Selfie mit dem Künstler und kommentierte: „Nicht jeden Tag darf man mit einem frisch gekrönten ESC-Sieger ein Selfie machen.“

Dreierkoalition sieht wirtschaftliche Chancen im ESC

Am Montagvormittag nutzten die Spitzen von ÖVP, SPÖ und NEOS gemeinsam mit ORF-Generaldirektor Roland Weißmann die Gelegenheit, den dritten ESC-Sieg Österreichs nach Udo Jürgens (1966) und Conchita Wurst (2014) in seiner wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung zu betonen. Der ESC 2026 soll – wie schon 2015 – eine „Visitenkarte Österreichs in die Welt“ werden, erklärte Bundeskanzler Stocker.

Auch SPÖ-Chef Andreas Babler unterstrich die Bedeutung des Moments: „Wir haben alle ein bissl gewonnen.“ JJ zeige, dass es keine Gegensätze zwischen Hochkultur und Pop geben müsse. Außenministerin Meinl-Reisinger berichtete, sie sei beim jüngsten Papstempfang von internationalen Politikern auf den ESC-Sieg angesprochen worden: „Ein ganzes Land ist mit Stolz erfüllt.“

JJ: „Ich bin froh, die Jugend und Queer Community zu repräsentieren“

Auch ORF-Generaldirektor Weißmann verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung des Events. 150 Millionen Menschen verfolgten den ESC 2025 weltweit, über eine Million sahen im ORF live mit, als JJ den Sieg holte. Für Tourismus, Kultur und Medien sei der Song Contest eine „positiv konnotierte Herausforderung“.

JJ selbst zeigte sich nach dem offiziellen Empfang dankbar und bewegt. „Ich bedanke mich sehr für die lieben Worte“, sagte er. Er fühle sich geehrt, „klassische Musik auf die größte Popbühne der Welt gebracht und unser Land der ganzen Welt präsentiert zu haben“. Besonders stolz sei er darauf, „die Jugend und Queer-Community repräsentieren zu dürfen“.

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