In Dornbirn haben bislang unbekannte Täter einen Regenbogen-Zebrastreifen mit mehreren Hakenkreuzen und weiteren Graffiti besprüht. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Wochenende an der Kreuzung Moosmahdstraße/Bahnhofstraße. Die Behörden verfolgen den Fall nun strafrechtlich als nationalsozialistische Wiederbetätigung.
Tatzeitraum: Samstagabend bis Sonntagabend
Laut Stadtpolizei Dornbirn wurden die Schmierereien zwischen Samstag, dem 24. Mai um 22:00 Uhr, und Sonntag, dem 25. Mai, um 18:45 Uhr aufgebracht. Die Täter:innen sprühten insgesamt vier Hakenkreuze – drei in schwarzer und eines in weißer Farbe – direkt auf die farbigen und weißen Streifen des Zebrastreifens. Auch weitere Linien und Schriftzüge seien Teil der Aktion gewesen.
Die Stadt Dornbirn verweist auf die strafrechtliche Relevanz der Aktion. Das Anbringen nationalsozialistischer Symbole wie dem Hakenkreuz erfüllt den Tatbestand der Wiederbetätigung gemäß des österreichischen Verbotsgesetzes. Die Behörden haben entsprechende Ermittlungen aufgenommen.
Die Stadt betonte, dass solche Angriffe auf Symbole der Vielfalt nicht nur Sachbeschädigung darstellen, sondern auch ein klares Zeichen gegen das demokratische Zusammenleben seien. Der betroffene Schutzweg soll laut Stadt ein „öffentlich sichtbares Zeichen der gesellschaftlichen Vielfalt“ darstellen.
Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung
Die Stadtpolizei ruft nun mögliche Zeug:innen auf, sich zu melden. Wer im Zeitraum von Samstagabend bis Sonntagabend verdächtige Beobachtungen im Bereich der Kreuzung Moosmahdstraße – Bahnhofstraße gemacht hat, soll sich unter der Telefonnummer +43/5572/22200 melden.
Die Ermittlungen laufen derzeit auf Hochtouren. Die Stadt prüft außerdem, wie schnell der beschädigte Schutzweg wiederhergestellt werden kann.

