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„Unite in Pride“: Zwei Wochen Sichtbarkeit, Vielfalt und Protest in Wien

Von 31. Mai bis 15. Juni 2025 wird Wien wieder zur Regenbogenhauptstadt. Vienna Pride bringt mit über 50 Veranstaltungen, einem dreitägigen Pride Village und der 29. Regenbogenparade die LGBTI-Community auf die Straßen – laut, bunt und politisch.

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Im Wiener Rathaus präsentierten die Organisator*innen der Vienna Pride am Montag das Programm der diesjährigen Pride-Wochen. Mit dabei: Katharina Kacerovsky-Strobl von der Stonewall GmbH, Ann-Sophie Otte von der HOSI Wien, Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (NEOS) und SPÖ-Gemeinderätin Susanne Haase.

Gemeinsames Zeichen gegen Spaltung und Hass

„Pride ist mehr als ein Fest – es ist eine politische Bewegung“, sagte Kacerovsky-Strobl. Sie warnte vor zunehmenden Rückschritten bei LGBTIQ-Rechten und betonte: „Wir lassen uns nicht spalten.“ Die Vienna Pride sei ein wichtiges Zeichen für eine offene, gerechte Gesellschaft.

Auch HOSI-Obfrau Otte zeigte sich kämpferisch: „Unser Motto ‚Unite in Pride‘ ist ein klarer Auftrag: Gemeinsam, laut und entschlossen für unsere Rechte einzustehen. In einer Zeit, in der LGBTIQ-Personen zunehmend Ziel von Hass und Hetze werden, ist Schweigen keine Option.“

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Forderung nach konkreten Maßnahmen

Ein zentrales Anliegen der Pride ist der Schutz vor Hassverbrechen. Otte verwies auf ein Positionspapier zum Nationalen Aktionsplan gegen Hate Crime (NAP), das gemeinsam mit mehr als 30 Organisationen erarbeitet wurde. Die Forderung: „#NAPjetzt – Schluss mit Ankündigungen, her mit echtem Schutz!“

Sie kritisierte auch fehlende gesetzliche Maßnahmen: „Ob es um ein Verbot von Konversionstherapien geht, den Schutz von trans Personen oder den Diskriminierungsschutz – es fehlt an echter Veränderung. Jetzt ist Zeit für Taten.“

Pride Village wird zum queeren Zentrum Wiens

Ein Highlight der Pride-Wochen ist das dreitägige Pride Village am Rathausplatz von 12. bis 14. Juni. Es wird nicht nur zur Austauschplattform für die Community, sondern bietet auch ein umfangreiches Bühnenprogramm. Mit dabei: Internationale Stars wie Melanie C, Rose May Alaba und Conchita Wurst.

Stadt Wien setzt sichtbares Zeichen

Vizebürgermeisterin Emmerling betonte die Rolle Wiens als Regenbogenhauptstadt: „Wir machen queeres Leben sichtbar – mit Aufklärung, mit dem neuen queeren Jugendzentrum und mit der Kampagne ‚Lebe deine Liebe‘.“

Auch Gemeinderätin Susanne Haase unterstrich die politische Bedeutung von Pride: „Pride ist kein Partyhut. Pride ist Protest. Und er bleibt notwendig, solange Menschen ihre Liebe verstecken müssen.“ Die Regenbogenfahne am Rathaus sei ein sichtbares Versprechen für Solidarität.

29. Regenbogenparade und zahlreiche Events in ganz Wien

Am 14. Juni findet die 29. Regenbogenparade statt – wie gewohnt gegen die Fahrtrichtung um die Ringstraße. Sie gilt als größte Demonstration Österreichs und wird von der HOSI Wien organisiert.

Bereits am 13. Juni startet der Pride Run Vienna, der ebenfalls über den Ring führt. Weitere Programmpunkte sind unter anderem die Pride Konferenz am 6. Juni im Rathaus, der Pride Beach Day, der Drag Beach oder die Miss*ter Vienna Pride Wahl.

Die Veranstalter*innen dankten der Stadt Wien, zahlreichen Unternehmen sowie hunderten Freiwilligen. „Sie sind das Rückgrat, Herz und Seele unserer Community“, so Kacerovsky-Strobl.

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