HomeMagazinStyle Bottomless bis Poppers: Breedwell bringt Sex zurück ins Schwimmbecken

[Galerie] Bottomless bis Poppers: Breedwell bringt Sex zurück ins Schwimmbecken

Die Kultmarke aus New York setzt mit ihren neuen Swimwear-Kollektionen ein modisches Ausrufezeichen – zwischen Fetisch, Ironie und politischer Haltung.

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Die US-amerikanische Marke Breedwell, bekannt für LED-Accessoires, sexpositive Clubwear und provokantes Design, hat ihre Swimwear-Kollektion 2025 vorgestellt. Gleich fünf neue Linien umfasst die aktuelle Bademodenserie: Bottomless, Chemtrails, Alienated, Tripper Balls und Pink Poppers. Alle Designs vereint ein zentrales Ziel: Sichtbarkeit, Selbstbewusstsein und Spaß an der eigenen Körperlichkeit – ohne Kompromisse.

Kaum Stoff, viel Attitüde: „Bottomless“

Mit der Linie Bottomless bringt Breedwell eines seiner radikalsten Konzepte ins Wasser. Die Kollektion besteht aus ultra-knappen Slips und Cut-Out-Badehosen, bei denen „weniger ist mehr“ keine leere Floskel ist. Einzelne Modelle verzichten gänzlich auf Rückseiten oder setzen auf durchgehende Öffnungen – inspiriert von der Ästhetik in Darkrooms.

Die Marke schreibt dazu in ihrer Produktbeschreibung: „Für alle, die wissen, dass ein Pool keine Regeln kennt.“ Die Materialien sind elastisch, schnell trocknend und betonen gezielt bestimmte Körperregionen. Zielgruppe sind laut Breedwell „alle, die ihre Lust auf Freiheit nicht im Umkleideraum abgeben wollen.“

Von Chemtrails bis Alien-Grafiken: Politisches Augenzwinkern

Die Linie Chemtrails spielt mit der Symbolik von Verschwörungstheorien. Tarnmuster, futuristische Grafiken und kondensstreifenähnliche Linien bestimmen das Design. Auf den Badehosen finden sich auch ironische Patches mit Aufschriften wie „Trust No One“ oder „Government Issue“. Laut Breedwell will die Kollektion zeigen, dass queere Körper immer wieder zur Projektionsfläche gesellschaftlicher Kontrolle gemacht werden – und sich dem selbstbewusst entziehen.

Auch Alienated setzt auf visuelle Überhöhung. Inspiriert von Science-Fiction und queerer Andersartigkeit, finden sich hier Swimwear-Stücke mit Neonprints, reflektierenden Oberflächen und Motiven wie stilisierten Alien-Köpfen oder Sci-Fi-Schriftzügen. Die Linie soll laut Marke all jene ansprechen, „die sich schon einmal fremd in ihrer eigenen Haut gefühlt haben.“

Spaß, Sex und Sport in der Linie „Tripper Balls“

Mit Tripper Balls beweist Breedwell Humor – und bleibt zugleich sexuell aufgeladen. Die Linie zitiert klassische 80er-Jahre-Sportswear: enge Retro-Shorts, Netzeinsätze und auffällige Bundstreifen. Farblich dominieren kräftige Töne wie Royalblau, Knallrot oder Neongelb. Dazu kommen grafische Elemente, die subtil (oder auch weniger subtil) mit sexuellen Anspielungen spielen – darunter Designs mit Tennisbällen, derben Typografie oder Slangbegriffen.

Ein Modell trägt den Namen „Backhander Brief“ – ein Wortspiel mit sportlichem und eindeutig zweideutigem Charakter. Die gesamte Linie wirkt wie eine queerfeministische Satire auf traditionelle Männlichkeitsbilder.

„Pink Poppers“: Glänzende Hommage an die Partykultur

Die wohl poppigste Linie der Kollektion heißt Pink Poppers – eine unverhohlene Referenz an die queere Party- und Drogenszene. Leuchtend pinke Farben, glänzende Materialien und grafische Elemente, die an Poppers-Fläschchen oder chemische Strukturen erinnern, dominieren die Designs. Laut Breedwell sei die Linie „eine Feier queerer Geschichte – laut, lustvoll und ohne Rücksicht auf Konventionen.“

Die Stücke sind vor allem für Festivalbesucher, Poolpartys und Pride-Events gedacht. Viele Modelle kombinieren eng anliegende Schnitte mit auffälligen Reißverschlüssen, reflektierenden Paspeln oder transparenten Stoffeinsätzen. Ziel sei es, Sichtbarkeit nicht nur zu fordern, sondern zu feiern.

Marke mit klarer Haltung und treuer Fangemeinde

Breedwell wurde 2016 in New York gegründet und hat sich schnell als feste Größe in der internationalen Fetisch- und Clubwear-Szene etabliert. Die Marke ist besonders für ihre leuchtenden LED-Accessoires, Jockstraps und Netzoberteile bekannt. Ihr Selbstverständnis ist sexpositiv, queer und bewusst exzentrisch.

In Interviews betont das Team hinter Breedwell immer wieder, dass ihre Mode nicht nur für den Club, sondern als Ausdruck queerer Lebensrealitäten gedacht ist. „Wir designen für Leute, die nachts nicht nur tanzen, sondern auch Haltung zeigen wollen“, heißt es etwa in einem Beitrag auf ihrem offiziellen Instagram-Kanal.

Die neue Swimwear-Kollektion 2025 führt diese Linie konsequent weiter – zwischen Körperkult, Ironie und politischer Message. Die Kollektionen sind über den offiziellen Breedwell-Onlineshop erhältlich. Einzelne Modelle sind auch bei ausgewählten Queerwear-Shops in Europa gelistet, darunter Stores in Berlin, Amsterdam und London.

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