Diesen Samstag findet in Bregenz mit dem CSD Vorarlberg die westlichste Pride-Parade Österreichs statt. Doch die Freude ist getrübt. Die Veranstalter:innen sehen sich mit Drohungen gegen die Veranstaltung in sozialen Medien konfrontiert.
„Wir sind natürlich besorgt, dass den Menschen Gewalt angetan wird“, sagt Emanuel Wiehl, Obperson des CSD Vorarlberg, gegenüber dem ORF Vorarlberg . Diese Drohungen seien zur Anzeige gebracht worden. Einschüchtern lasse man sich dadurch nicht, aber die Sicherheitslage nehme man ernst.
Enger Austausch mit der Polizei
Der CSD Vorarlberg trägt als Veranstalter die Verantwortung für die Sicherheit der Teilnehmenden. Laut Wiehl habe man entsprechende Maßnahmen getroffen und stehe im Vorfeld in enger Abstimmung mit den Behörden. Die Polizei sei umfassend informiert.
„Wir wissen, dass es sich um eine Veranstaltung handelt, bei der wir besonders mit Gewalt und krimineller Energie rechnen müssen“, erklärt Wiehl. Dennoch betont Bezirkskommandant Christian Ertl, dass seine Dienststelle keine Eskalation erwarte. In den vergangenen Jahren sei die Parade stets friedlich verlaufen.
Polizeipräsenz und Fokus auf Verkehrsregelung
„Was gelegentlich vorkommt, ist, dass Passanten ihren Unmut zum Ausdruck bringen“, sagt Ertl. Dabei handle es sich aber meist um Kritik an Verkehrsbehinderungen. Konkrete Zwischenfälle oder gezielte Aktionen gegen die Versammlung habe es in der Vergangenheit nicht gegeben.
Die Polizei wird die Demonstration daher wie gewohnt überwachen. Besonders im Fokus stehen dabei die Zufahrtswege, Infostände und die Bühne. Vorrangiges Ziel sei ein sicherer Ablauf der Veranstaltung.
Pride Parade auf vielbefahrener Straße
Die Route der Pride Parade führt über die Landesstraße L190, eine der meistbefahrenen Straßen in Bregenz. „Das macht die Verkehrssituation natürlich herausfordernd“, so Ertl. Man wolle sicherstellen, dass sowohl die Teilnehmenden der Parade als auch andere Verkehrsteilnehmer möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Mit Regenbogenfahnen, Plakaten und bunten Outfits setzt die queere Community auch heuer wieder ein Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und gleiche Rechte. Der CSD Vorarlberg in Bregenz versteht sich als friedliche Demonstration gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

