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Munition gefunden: Ermittlungen nach Drohung gegen CSD in Wernigerode

Nach einer mutmaßlichen Anschlagsdrohung gegen den Christopher Street Day in Wernigerode hat die Polizei bei einem 20-jährigen Mann Munition entdeckt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt – festgenommen wurde der Verdächtige bislang nicht.

In Wernigerode (Sachsen-Anhalt) steht ein 20-jähriger Mann im Verdacht, eine Anschlagsdrohung gegen den dortigen Christopher-Street-Day (CSD) ausgesprochen zu haben. Wie Oberbürgermeister Tobias Kascha (SPD) am Dienstagabend gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) bestätigte, soll der Mann angedeutet haben, Waffengewalt gegen Teilnehmenden der Veranstaltung anwenden zu wollen. 

Ermittlungen gegen 20-Jährigen nach angeblicher Anschlagsdrohung

Laut einem Bericht der Volksstimme soll der Verdächtige angekündigt haben, auf Menschen während des CSD schießen zu wollen. Die Polizei habe daraufhin umgehend seine Wohnung durchsucht. Dabei fanden die Beamten Munition, deren genaue Art derzeit analysiert wird. Die Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft Halberstadt.

Oberbürgermeister Kascha äußerte sich bestürzt über die Drohung. „Mich erschüttern diese Vorkommnisse sehr, denn sie überschatten diesen bunten Tag, den wir hier in Wernigerode erleben durften“, sagte er dem MDR. Er betonte, der CSD stehe für Toleranz, Weltoffenheit und Sichtbarkeit – Werte, die in der Stadt selbstverständlich sein müssten.

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CSD mit 360 Teilnehmenden verlief friedlich

Trotz des Fundes sei der Mann nicht festgenommen worden, so die Staatsanwaltschaft. Der Grund: Es liege kein dringender Tatverdacht vor. Neben der Bedrohung werde auch geprüft, ob ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegt. Weitere Details zum Ermittlungsstand nannten die Behörden bislang nicht.

Der CSD in Wernigerode fand am Pfingstsamstag mit rund 360 Teilnehmenden statt – friedlich und ohne Zwischenfälle. Bereits vor zwei Jahren kam es bei der Premiere des CSD in Wernigerode zu einem Vorfall, bei dem Teilnehmende mit Urin übergossen worden waren. Die aktuelle Drohung weckt nun erneut Sicherheitsbedenken rund um queere Veranstaltungen in der Region.

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